Grabmayr: Fragwürdiges Projekt verhilft Flüchtlingen zum Lehrabschluss – ohne Lehre!

Lehrabschlüsse gibt es für Flüchtlinge (fast) geschenkt

Für einen Lehrabschluss muss eine mehrjährige Lehre absolviert werden. Dank dem äußerst fragwürdigen ´Bildungsprojekt´ „Du Kannst Was für Flüchtlinge“ [sic] gilt dieser Grundsatz für Flüchtlinge nicht. „Hat ein Flüchtling – etwa als Hilfsarbeiter – in einem ausgewählten Berufsfeld gearbeitet, soll ihm dieses Projekt problemlos einen Lehrabschluss verschaffen. Bei einem Erstgespräch mit einem „Fachexperten“ werden die bereits vorhandenen Kenntnisse auf Lücken geprüft. Diese Lücken können zum Beispiel im Selbststudium gefüllt werden. Wird bei einem Zweitgespräch ein Weiterbildungserfolg erkannt, kann der Flüchtling seinen offiziellen Lehrabschluss ohne Weiteres in Empfang nehmen“, klärt der freiheitliche Gemeinderat Wolfgang Grabmayr über den Prozess auf. „Für österreichische Lehrlinge dauert eine Lehre normalerweise mindestens drei Jahre. Das ist viel Zeit, um sich unzählige Fachkenntnisse anzueignen. Bei Flüchtlingen reichen gerade einmal zwei Gespräche mit ´Experten´ für einen Lehrabschluss. Wie sollen sie dadurch die nötigen Kenntnisse erlangen? So wird die wertvolle Lehrlingsausbildung systematisch entwertet. Dieses Projekt scheint lediglich ein Mittel zu sein, um die Zahl der zugewanderten ´Fachkräfte´ künstlich nach oben zu treiben“, vermutet der Freiheitliche.

Der Linzer Gemeinderat soll nun die Weiterführung dieses Projektes beschließen. „Für uns Freiheitliche ist dieses ´Bildungsprojekt´ eine Farce. Die Weiterführung werden wir sicher nicht unterstützen!“, stellt Grabmayr klar. „Wenn es für Flüchtlinge Lehrabschlüsse (fast) geschenkt gibt, hat das mit Fairness nichts zu tun. Wir erwarten uns auch von den anderen Gemeinderatsfraktionen, gegen diese Benachteiligung von Einheimischen aufzutreten. Gerade die ÖVP gibt sich nach außen gerne als Gegner der falschen Bevormundung Anderer. Ihr Stimmverhalten im Linzer Gemeinderat zeigt aber meist das Gegenteil! Hier können sie sich wieder mal an uns Freiheitlichen orientieren und für die Österreicher einstehen!“

Raml: Lehre ist und bleibt kein Asylgrund!

ÖVP und LH Stelzer verlassen rechtsstaatliche Linie der letzten Bundesregierung

Die ÖVP lässt mit einem plötzlichen Sinneswandel zu rechtskräftig abgelehnten Asylwerbern in einer Lehre aufhorchen. Allen voran  nun auch Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer. „Eine Lehre ist und bleibt kein Asylgrund!“, hält der freiheitliche Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml fest. „Entgegen der ÖVP-Linie der letzten Monate fordert Stelzer nun plötzlich, dass eine begonnene Ausbildung beendet werden solle. Ich bin jedoch überzeugt, dass nach drei Lehrjahren dann argumentiert werden wird, dass humanitäres Bleiberecht Anwendung finden muss. Daher appelliere ich an den Landeshauptmann und an die ÖVP, den erfolgreichen Kurs der letzten schwarz-blauen Bundesregierung fortzusetzen und weiterhin eine klare, rechtsstaatliche Linie zu verfolgen!“, so Raml, der auch Landesobmann und geschäftsführender Bundesobmann der Freiheitlichen Jugend ist.

Doch warum der plötzliche Sinneswandel? In seiner Zeit als Bundesrat diskutierte der Jungpolitiker noch vor wenigen Monaten auf krone.tv mit einer steirischen ÖVP-Abgeordneten und Landesrat Rudi Anschober zu diesem Thema. „Die ÖVP-Kollegin vertrat in der Diskussion noch vehement den freiheitlichen Standpunkt, dass eine Lehre kein Asylgrund sei. Warum die ÖVP nun von dieser vernünftigen Linie abweicht, bleibt fraglich. Womöglich soll eine schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene eingeläutet werden. Es gibt sonst nämlich keinen aktuellen Handlungsbedarf und schon gar kein neues Argument, um abgelehnten Asyllehrlingen ein Bleiberecht zu gewähren“, unterstreicht der Jurist Raml und ergänzt: „Die Entscheidung, wer in unserem Land bleiben darf, ist vom Staat zu treffen und darf nicht vom Wohlwollen eines Unternehmens abhängig gemacht werden. Hier etwas anderes einzufordern und dem Staat sein Entscheidungsmonopol nehmen zu wollen, ist höchst bedenklich!“