Klitsch: Verdrehte Kostenrechnung bei den Linzer Museen?

„Würden auch private Unternehmen Steuergeld-Subventionen in Millionenhöhe bekommen, gäbe es keine Insolvenzen mehr.“

„Erst im Sommer 2020 bekamen die Linzer Museen eine städtische Subvention in Höhe von drei Millionen Euro – bezahlt vom Steuerzahler. In den Jahren zuvor – also vor der Corona-Krise – kamen die drei Millionen als ´Spende´ von Seiten der Linz AG. Dieses Mal musste die Stadt einspringen. Erst am Montag hat eine rot-schwarz-grüne Initiative weitere 330.000€ Steuergeld für die Museen auf den Weg gebracht. Und heute verkünden die Linzer Museen in den Medien: Sie kommen ´aus eigener Kraft´ durch die Corona-Krise. Diese Rechnung geht wahrlich nicht auf“, zeigt die freiheitliche Linzer Gemeinderätin Ute Klitsch auf. „Nur die städtischen Subventionen haben das Überleben gesichert. Die ´eigene Kraft´ hatte damit wenig zu tun. Ein sehr fragwürdiges und unfaires Verständnis, welches bei den Linzer Unternehmen vorherrscht. Würde es auch für private Unternehmen gelten, dass sie in schwierigen Zeiten Millionen an Steuergeld zugeschossen bekommen, gäbe es keine Insolvenzen mehr. Wenn der Steuerzahler einspringen muss, kommt man eben leichter aus einer Krise“, findet die freiheitliche Gemeinderätin klare Worte und ergänzt: „Im Jahresprogramm 2021 der Linzer Museen ist vorgesehen, dass sie sich Themen wie der ´Feministischen Avantgarde´ widmen und auf ´die Kraft sozialistischer Stadtarchitektur´ setzen. Würden sie nicht absolute Randthemen, sondern volksnahe Kunst anbieten, könnten auch mehr Besucher angelockt und tatsächlich mehr ´aus eigener Kraft´ heraus geschafft werden.“

Natürlich leiden Kunst und Kultur unter dem Lockdown. Genauso wie Unternehmen und Gastronomie-Betriebe. „Die wirksamste Hilfe für alle Betroffenen wäre, wenn sie endlich wieder ihre Tore öffnen und ihr Personal arbeiten lassen könnten. Die aktuelle Lage verursacht nicht nur Kosten in ungeahnter Höhe, sondern auch viel persönliches Leid. Menschen werden mittlerweile zu Verzweiflungstaten gezwungen, um irgendwie zu überleben“, sagt Gemeinderätin Klitsch und zeigt auf: „Es muss sich schnell etwas ändern! So kann es nicht weitergehen. Ansonsten werden die Linzer ein Ende des Lockdowns wohl kaum spüren können: Es werden nämlich bald keine Betriebe mehr da sein, die wieder aufmachen könnten.“

Klitsch zu Weihnachtsmärkten: Keine voreiligen Absagen, für Entscheidung ist noch genug Zeit

Linzer Freiheitliche nehmen Schnellschussaktion der Verantwortlichen nicht einfach so hin

Am vergangenen Wochenende war die Überraschung groß: Bürgermeister Luger und Marktreferent Baier sagten, trotz gänzlich anderslautender Ankündigungen in den Tagen zuvor, kurzerhand die Linzer Weihnachtsmärkte ab. „Diese Schnellschussaktion trifft besonders die fleißigen Standbetreiber, die auf das Weihnachtsgeschäft angewiesen sind. Aber nicht nur deshalb, weil sie auf ihre gesamten Einnahmen verzichten müssen“, so die freiheitliche Gemeinderätin Ute Klitsch, die erklärt: „Während Wirte aufgrund des Lockdowns bzw. der behördlichen Schließung ihrer Gastro-Stätten entschädigt werden, scheint es für unsere Standler ganz anders auszusehen. Da bei ihnen keine gesetzlich angeordnete Schließung, sondern lediglich eine vorschnelle Absage durch den Bürgermeister und den Marktreferenten der Fall ist, wird ihnen vermutlich keine Entschädigung durch den Staat zustehen. Sie bleiben aufgrund der Absage wohl auf dem finanziellen Schaden sitzen. Dadurch – und aufgrund der entgangenen Einnahmen – zahlen die Standler nun doppelt. Da werden wir aber ganz sicher nicht einfach zusehen. Wir stehen auf der Seite unserer fleißigen Standbetreiber, die Jahr für Jahr im Sinne unserer Traditionen arbeiten!“, stellt Gemeinderätin Klitsch klar und kündigt an, dass die freiheitliche Fraktion in der morgigen Gemeinderatssitzung einen Dringlichkeitsantrag zur Rettung unserer Weihnachtsmärkte einbringen wird.

Während zahlreiche andere Städte in Österreich, etwa Wien oder Graz, Alternativmodelle zur Durchführung ihrer Weihnachtsmärkte andenken, gibt es in Linz lediglich eine lapidare Absage. „Bürgermeister Luger und Marktreferent Baier fehlt klar der Mut. Sie nahmen den leichten Ausweg der Absage, ohne überhaupt Alternativen ernsthaft anzudenken. Mit dieser Schnellschussaktion treiben sie nicht nur die ohnehin durch die Corona-Krise schwer gebeutelten Standler weiter in den Ruin. Auch die Linzerinnen und Linzer müssen deshalb dieses Jahr auf ein großes Stück Tradition in unserer Heimatstadt verzichten“, so Klitsch, die abschließend anführt: „Warum nehmen sie sich kein Beispiel an anderen Städten und verschieben etwa den Beginn bzw. das Ende der Märkte nach hinten? Sie könnten zum Beispiel bis über die Weihnachtsfeiertage hinaus stattfinden. Eine einfache Absage nehmen wir nicht so ohne Weiteres hin und erwarten uns, dass unser Antrag im Gemeinderat Zustimmung findet und die Weihnachtsmärkte stattfinden.“

Klitsch: Linzer Freibad-Saisonkarten endlich wieder erhältlich!

FPÖ Gemeinderätin fordert Umbuchungsmöglichkeit der überteuerten Punktekarten

„Die angekündigte Maßnahme der Linzer Bäder ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die hohe Nachfrage seitens der badefreudigen Linzer nach der beliebten Saisonkarte ist zu groß, um darüber hinwegzugehen. Allerdings muss den Kunden nun die Möglichkeit eingeräumt werden, als Alternative zu den Saisonkarten gekaufte Punktekarten auf Saisonkarten umbuchen zu können. Die Badegäste dürfen nicht zu Opfern einer unglücklichen Kommunikations- und Produktstrategie werden“, führt die freiheitliche Gemeinderätin Ute Klitsch aus.

Aufgrund der Corona-bedingten Restriktionen in Badebetrieben hatten die Linzer Bäder verlautbaren lassen, heuer keine Saisonkarten ausgeben. Die Saisonkarten, welche sich nicht zuletzt bei Senioren größter Beliebtheit erfreuen, hätte zugunsten einer Punktekarte für die Dauer der Saison 2020, umgestellt werden sollen.

„Ich bitte die Linzer Bäder eindringlich, ideale Kundenkonditionen für einen regelmäßigen Zugang zu komplettieren. Ich erhalte vermehrt Nachrichten von Badegästen, die sich sehr freuen – aber trotzdem nicht 2 Karten pro Person benötigen. Das frisch investierte Geld in die Punktekarten wäre somit zum Fenster hinausgeschmissen“, so Klitsch abschließend.

FP-Klitsch: Linzer Bäder lassen Stammkunden im Regen stehen

Freiheitliche Gemeinderätin fordert auch für das Jahr 2020 Saisonkarten für Besucher

„Bei mehrmaligen Nachfragen beim Kundenservice der Linzer Bäder wurde versichert: Mit Beginn der Badesaison werden auch wieder Saisonkarten ausgegeben. Nun wird sang- und klanglos auf der Homepage der Linz AG verlautbart, dass aufgrund der aktuellen Situation keine Saisonkarten erhältlich seien. Auch wenn die heurige Badesaison verkürzt ist: Die Nachfrage an Saisonkarten ist es nicht!“, so die freiheitliche Gemeinderätin Ute Klitsch.

Die Saisonkarten der Linzer Bäder boten bisher die Möglichkeit, Stammkunden gegenüber Tagesbesuchern spürbare Vorteile zu bieten. Dazu zählten beispielsweise drastisch verkürzte Wartezeiten. Gerade bei Senioren erfreute sich dieses Modell größter Beliebtheit. Aufgrund der sprunghaften Regelung der Bundesregierung bei den Freizeitbetrieben war die Sorge groß, dass es heuer zu keiner Ausgabe von Saisonkarten kommen und der gewohnte Badebesuch ins sprichwörtliche Wasser fallen könnte. Die stets gleiche Auskunft beim Kundenservice: An der Ausgabe der Saisonkarte wird sich trotz der besonderen Umstände nichts ändern.

„Gerade ältere Menschen, die den Bädern alljährlich die Treue gehalten haben, werden nun wie beliebige Tagesgäste behandelt. Scheinbar herrscht in den Bädern der Landeshauptstadt ein vergleichbares Chaos wie in den Bundesministerien. Auch wenn die Linz AG selber die Entscheidung nicht begründet: Kein Argument spricht für diese Regelung und schon gar nicht für die schlichtweg falschen Auskünfte gegenüber den Kunden. Ich fordere die Verantwortlichen auf, bei ihrem bisherigen Wort zu bleiben und Saisonkarten auszugeben!“, so Klitsch abschließend.

FP-Klitsch: Auch Linz verdient sich einen Gastgarten

Freiheitliche Gemeinderätin nimmt ÖVP-Wirtschaftsreferenten in die Pflicht

„Die Stadt Wels hat mit ihrem Vorstoß, große Teile des Stadtplatzes zu einem Gastgarten umzufunktionieren, den Zahn der Zeit getroffen. Sowohl Bürger als auch die schwer in Bedrängnis geratenen Wirte, erhalten dadurch beste Voraussetzungen für einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Neustart. Es ist bezeichnend und symptomatisch zugleich, dass die Landeshauptstadt Linz mit ihrem Wirtschaftsreferenten, mit keinerlei auch nur ansatzweise vergleichbarer Idee aufwarten kann“, erklärt die freiheitliche Gemeinderätin Ute Klitsch enttäuscht.

Während die Stadt Wels umfassende Konzepte zur Belebung der Gastronomie vorgestellt hat, werden die Linzer Wirte im Stich gelassen. „Der untätige Linzer ÖVP-Wirtschaftsreferent Vbgm Bernhard Baier sollte sich beim freiheitlichen Welser Bürgermeister Rabl und dem Welser Wirtschaftsreferenten, seinem ÖVP-Parteikollegen, erkundigen, wie unseren Wirten wirklich geholfen werden kann. Untätigkeit hilft jedenfalls nicht weiter“, sagt die freiheitliche Gemeinderätin Ute Klitsch. Die Stadt Wels setzt auf direkte Hilfe: Bis zu 1000€ Werbekostenbeiträge für die Gastronomen, Musikveranstaltung und Thementage werden die städtische Gastronomie nach der Krise wiederbeleben. „Ein Konzept für Linz gibt es auch nach wochenlangen Diskussionen nicht. Wir brauchen sofort einen Masterplan für unsere Wirte!“, fordert Klitsch.

Vbgm Baier fordert in den Medien für Linz zum wiederholten Male eine unbürokratische Lösung. „Unbürokratische Lösungen zeichnen sich dadurch aus, dass rasch geholfen und nicht wochenlang ergebnislos diskutiert werden. Genau das ist nämlich Bürokratie. Für einen geeigneten Gastgarten wie in Wels schafft bereits Vizebürgermeister Hein die Voraussetzungen, indem er den Hauptplatz grüner und von Autos freimachen will“, so Klitsch abschließend.

Klitsch: Kulturausschuss muss zur Normalität zurückfinden

Kritik an nicht mehr nachvollziehbaren Methoden im Kulturausschuss der Stadt Linz

„Während die Beschränkungen im Zuge der Corona-Krise Schritt für Schritt gelockert werden, hält der städtische Kulturausschuss an nur mehr schwer zu argumentierenden Methoden fest. Die Notwendigkeit, Entscheidungen immer noch per Umlaufbeschluss aus der Ferne heraus herbeizuführen, ist nicht mehr nachvollziehbar“, erklärt die freiheitliche Gemeinderätin und Mitglied des Kulturausschusses Ute Klitsch.

Klitschs Kritik bezieht sich auf die beabsichtigte Aufstockung der Subventionen der Künstlervereinigung MAERZ für das Jahr 2020. Während bei regulären Ausschusssitzungen Diskussionen geführt und Demokratie aktiv gelebt werden kann, beharrt die Kulturstadträtin nach wie vor auf der Entscheidungsfindung mittels Umlaufbeschluss auf Distanz.

„Selbst der Gemeinderat kehrt nun zur Normalität zurück und hält die kommende Gemeinderatssitzung im Neuen Rathaus ab. Warum ist das bei einem wesentlich kleineren Ausschuss nicht möglich? Ausreichende große Räumlichkeiten sind sicherlich zu finden. Dennoch wurde noch nicht einmal die Möglichkeit einer Videokonferenz in Betracht gezogen“, so Klitsch weiter.
Dass die von den freiheitlichen vehemente, weil unverhältnismäßige, Erhöhung der Subventionen für die freie Kunstszene nun per Umlaufbeschluss herbeigeführt werden soll hat für Klitsch System.

„Ich kann aus dieser Situation nur zwei mögliche Erklärungen ableiten. Einerseits halte ich es möglich, dass die Verantwortlichen die Krise ausnutzen möchten, um unliebsame Diskussionen zu umsegeln. Andererseits hat man in der ÖVP möglicherweise Geschmack daran gefunden auch undemokratische Art und Weise zu arbeiten. Ich fordere die Zuständigen daher auf, endlich auch in politischen Gremien der Stadt zur Normalität zurückzukehren und endlich adäquate Formen der Sitzungen zu verwenden“, fordert Klitsch abschließend.