Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml: Dringend mehr Nachwuchs bei Hebammen ermöglichen


Nachfrage nach Ausbildungsplätzen seit Jahren sehr hoch – stark beschränktes Angebot gefährdet Gesundheitsversorgung

Viele werdende Mütter in Linz und ganz Oberösterreich erlebten bereits, dass die Suche nach einer Hebamme teils sehr schwierig ist. Der stark fortschreitende Mangel an Geburtshelferinnen wirkt sich sowohl auf die sich aufopfernden Hebammen als auch auf die Betreuung von Schwangeren und Jungmüttern negativ aus. „Jährlich bewerben sich hunderte Frauen für einen Hebammen-Ausbildungsplatz an der oberösterreichischen Fachhochschule für Gesundheitsberufe. Es mangelt also nicht an potenziellen Nachwuchskräften. Die Problematik liegt offenbar an fehlenden Ausbildungsplätzen an der FH. Die kürzlich ergangene Jubelmeldung, dass im kommenden Wintersemester auf 35 Studienplätze für Erstsemestrige aufgestockt wird, ist leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir brauchen dringend einen umfassenderen Ausbau der Hebammen-Ausbildungsplätze in Oberösterreich“, fordert der Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml.

Gesundheitsversorgung darf nicht gefährdet werden

Nicht nur der Mangel an Hebammen ist besorgniserregend, auch der Ärztemangel schreitet ungebrochen voran. „Die Linzer Gesundheitspolitik arbeitet bestmöglich gegen diese Entwicklung an. Erst Anfang des Jahres eröffnete ein neues Primärversorgungszentrum in unserer Stadt, das für viele Linzerinnen und Linzer ein gutes medizinisches Angebot bietet. Trotzdem ist die Ärztesituation prekär. Leider ist die Bundesregierung, insbesondere Gesundheitsminister Rauch bzw. seine beiden Vorgänger, nach wie vor säumig – trotz mehrerer Handlungsmöglichkeiten, welche ihnen bereits aus Linz vorgeschlagen wurden“, zeigt Raml auf und ergänzt abschließend: „Während wir zu Maßnahmen gegen den Ärztemangel weitgehend vom Bund abhängig sind, fällt die Bekämpfung des Mangels an Hebammen-Ausbildungsplätzen an der FH in die Kompetenz des Landes. Fest steht jedenfalls: Mehr Ausbildungsplätze für Ärzte und auch für Hebammen sind längst überfällig, um unser Gesundheitssystem aufrechterhalten zu können!“