Raml: Ab morgen drohen 218€ Strafe für Grillen am Donaustrand St. Margarethen

Ständiger Problemherd entschärft, OSL kontrolliert Verbot

„Der ständige Problemherd Grillzone St. Margarethen wird nun endlich entschärft“, erklärt der Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml. Der Linzer Gemeinderat hat auf Drängen der Freiheitlichen in der Sitzung vom 2. Juli ein flächendeckendes Grill-Verbot in St. Margarethen beschlossen. Es drohen bis zu 218 Euro Strafe, morgen tritt es in Kraft. „Nun kehrt auf dem Donaustrand im Bereich St. Margarethen endlich Ruhe ein. Der Ordnungsdienst der Stadt Linz wird regelmäßig, vor allem an sonnigen Wochenenden, die Einhaltung des Verbotes kontrollieren. Sollte es jedoch noch Unbelehrbare geben, die trotz Verbotes grillen, wird rigoros gestraft werden“, informiert der Sicherheitsstadtrat.

Die Erlassung der ortspolizeilichen Verordnung zur Festlegung des Grill-Verbots war dringend nötig. Mit der Grill-Zone gab es laufend Probleme, Beschwerden von Anrainern und Badegästen am Donaustrand häuften sich. Durch die massive Rauchentwicklung der Griller wurde auch der Verkehr auf der angrenzenden Straße gefährlich beeinträchtigt. Laufend mussten der Ordnungsdienst und Polizei einschreiten. „Wir Freiheitliche wussten schon lange, dass es so nicht weitergehen kann. Letztendlich sah auch die Linzer SPÖ ein, dass ihr Festhalten an dieser Grill-Zone nicht länger hinnehmbar war. Mit dem Erlass des Grill-Verbotes haben wir dieses Kapitel endlich erfolgreich abgeschlossen.“

Hein / Raml zu Grillzone: Verkehrsbeschränkungen und Vereinbarkeit mit Wasserschutzgebiet prüfen

Linke Gemeinderatsmehrheit mit einer einzigen Stimme Vorsprung gegen Auflassung der neuen Grillzone

Die Linzer Freiheitlichen forderten in der gestrigen Gemeinderatssitzung ein vorzeitiges Ende der geplanten Grillzone am Pleschinger See. „Das Linzer Grillchaos muss ein Ende haben! Unser Antrag wurde jedoch mit den Stimmen der SPÖ, der Grünen, der KPÖ und der Stimme einer NEOS-Mandatarin abgelehnt. Lediglich eine Stimme Vorsprung reichte für die mehrheitliche Ablehnung. Dank dieser Fraktionen werden die Anrainer und Badegäste nun sprichwörtlich ins kalte Wasser geworfen! Ihr großer Protest bleibt von einer hauchdünnen linken Mehrheit ungehört“, erklärt der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Markus Hein. „Wir lassen die Bürgerinnen und Bürger nicht im Stich! Ich lasse umgehend umfassende straßenpolizeiliche Maßnahmen prüfen und umsetzen!“, verspricht Hein.

„Die Grillzone am Pleschinger See hat auch Gefährdungspotential für die Natur, sie soll nämlich direkt in einem Wasserschutzgebiet errichtet werden. Umweltstadträtin Eva Schobesberger ist gefordert! Ich glaube nicht, dass eine Grillzone mit einem Schutzgebiet vereinbar ist!“, ergänzt der freiheitliche Sicherheitsstadtrat Michael Raml. „Vermüllung und Verschmutzung, die erfahrungsgemäß durch eine Grillzone entstehen, sind dort besonders schädlich für unsere Natur. Das altbekannte Grillchaos darf nicht hundert Meter neben der früheren Grillfläche fortgesetzt werden“, stellt Raml klar.

Hein / Raml: Grill-Chaos auch am Pleschinger See vorzeitig beenden

Linzer FPÖ schützt Anwohner – Dringlichkeitsantrag in Gemeinderat eingebracht

Nach sehr großem Widerstand der Anrainer wurde die geplante neue Grillzone im Gebiet des Pichlinger Sees gestoppt. „Wir fordern auch einen Stopp der geplanten Grillzone am Pleschinger See! Zum Schutz der Anwohner und der Natur“, sagt der freiheitliche Vizebürgermeister Markus Hein. Gemeinsam mit FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml traf sich Hein gestern mit Vertretern des Kleingartenvereins am Pleschinger See und dort ansässigen Landwirten. „Das Grill-Chaos, das bereits an vielen Plätzen zu großen Problemen führte, darf nicht andernorts weitergehen! Die Betroffenen zeigten uns die zahlreichen Probleme auf, die durch die neue Grillzone unmittelbar für sie entstehen würden“, informiert Stadtrat Raml. „Wir fordern in der heutigen Gemeinderatssitzung ein frühzeitiges Ende der Grillzone am Pleschinger See! Zu unserem Dringlichkeitsantrag erwarten wir eine breite Zustimmung. Sollte der Gemeinderat nicht im Sinne der Linzer Bürger abstimmen, werde ich alle möglichen Verkehrsmaßnahmen prüfen, um die Anwohner zu schützen“, ergänzt Vizebürgermeister Hein.

Um die Grillfläche in Pichling zu verhindern, war sogar ein Grundstückskauf durch einen Unternehmer nötig. „Anrainer müssen sich mittlerweile schon für teures Geld von Grillzonen freikaufen. Das ist wirklich nicht Sinn der Sache. Die zuständige Liegenschaftsreferentin Fechter muss endlich zur Einsicht kommen. Die Linzerinnen und Linzer wollen diese Grillzonen nicht!“, stellt Hein klar.

Kürzlich ließen die Linzer Grünen mit einer absurden Forderung nach Grill-Sheriffs auf Grillzonen aufhorchen. „Linz braucht sicher keine grünen Grill-Sheriffs. Linz braucht ein Ende des Grill-Chaos! Dass man überhaupt über Sicherheitspersonal nachdenken muss, zeigt wie tragisch es um die Grillzonen steht. Nur ein absolutes Verbot kann das Linzer Grillchaos stoppen!“, unterstreicht Raml abschließend.

Raml: Grillchaos darf nicht andernorts weitergehen!

Eignung der angekündigten Ersatzflächen muss sich erst zeigen

„Ich habe mich immer gegen die Grillzone in Sankt Margarethen ausgesprochen und begrüße die Einsicht der SPÖ, das dortige Grillchaos endlich zu beenden!“ kommentiert FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml die Ankündigung, die problemreiche Grillfläche an der Donau aufzulassen. Gleichzeitig kündigt Stadträtin Fechter aber neue Flächen an. Raml dazu: „Das Grillchaos darf nicht andernorts weitergehen! Unter keinen Umständen dürfen Bewohner oder Passanten gestört werden. Wir werden das genau beobachten und stehen immer auf der Seite der Betroffenen.“ Die FPÖ fordert weiterhin auch die Auflassung der Grillzonen am Pichlinger- und Weikerlsee. „Unsere Seen sind Naherholungsgebiete und das sollen sie auch bleiben! Rauch und Vermüllung haben dort nichts zu suchen.“

Bei einer gemeinsamen Exkursion nach Wien hat sich gezeigt, dass das dortige Grillplatz-Modell nicht auf Linz übertragbar ist. „Die Flächen sind in der Bundeshauptstadt viel größer und abgelegener als in Linz und die Kosten betragen dort jährlich mehrere hundert Tausend Euro. Daher ist das nach Kenntnis der Details kein Lösungsansatz mehr.“ Stadtrat Raml hat aber einen Vorschlag, wie Grillfreunde – die im Übrigen zu einem Großteil aus anderen Bezirken kommen – weiterhin ihr Hobby ausüben können: „Die Linzer SPÖ könnte ihre guten Kontakte zu den SPÖ-geführten Kommunen Ansfelden, Traun oder Leonding nützen. Dort gibt es genug Felder, die nicht an Siedlungen oder Naherholungsgebiete angrenzen.“