Hein: Linzer Gastronomie mit Themenwoche und Treuepass wieder ankurbeln

Warum ist man in Linz so ideenlos? Wels zeigt der Landeshauptstadt, wie es geht

In Wels soll von Freitag, 15. Mai bis Ende September die Frequenz- und die Umsatzsteigerung mit speziellen Themenwochen, musikalischen Auftritten und einem Treuepass in den Gastronomiebetrieben gesteigert werden. „Regionale Erzeugnisse oder ‚Urlaubswochen‘ mit Spezialitäten aus verschieden Ländern stehen in der Themenwoche zur Auswahl“, berichtet Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „In Linz tut sich in der Sache leider recht wenig. Weder der Wirtschaftsreferent noch der Tourismus setzen gerade in dieser Zeit die dringend notwendigen Akzente, um die Linzer Gastronomie zu stützen. Warum kann Linz nicht das, was Wels kann?“

Mit einem Linzer Treuepass könnte jeder Linzer nach dem neunten Besuch seines Lieblingslokals den zehnten kostenlos genießen. So schaut echte Hilfe aus. Sie ist nachhaltig und finanzierbar. Hein schlägt vor, dass die dafür entstehenden Kosten für den Treuepass und Bewerbung von der Stadt und dem Tourismusverband übernommen werden könnten und die Themenwochen von den zuständigen Stellen der Stadt gemeinsam mit den Linzer Gastronomen erarbeitet werden. „Wenn es uns gelingt, mehr Menschen in die Stadt zu bekommen, profitiert nicht nur die Gastronomie, sondern auch andere Branchen wie beispielsweise der Handel. Die freiheitliche Fraktion wird deshalb für die anstehende Gemeinderatssitzung einen entsprechenden Antrag einbringen“, ist Hein überzeugt.

FP-Klitsch: Auch Linz verdient sich einen Gastgarten

Freiheitliche Gemeinderätin nimmt ÖVP-Wirtschaftsreferenten in die Pflicht

„Die Stadt Wels hat mit ihrem Vorstoß, große Teile des Stadtplatzes zu einem Gastgarten umzufunktionieren, den Zahn der Zeit getroffen. Sowohl Bürger als auch die schwer in Bedrängnis geratenen Wirte, erhalten dadurch beste Voraussetzungen für einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Neustart. Es ist bezeichnend und symptomatisch zugleich, dass die Landeshauptstadt Linz mit ihrem Wirtschaftsreferenten, mit keinerlei auch nur ansatzweise vergleichbarer Idee aufwarten kann“, erklärt die freiheitliche Gemeinderätin Ute Klitsch enttäuscht.

Während die Stadt Wels umfassende Konzepte zur Belebung der Gastronomie vorgestellt hat, werden die Linzer Wirte im Stich gelassen. „Der untätige Linzer ÖVP-Wirtschaftsreferent Vbgm Bernhard Baier sollte sich beim freiheitlichen Welser Bürgermeister Rabl und dem Welser Wirtschaftsreferenten, seinem ÖVP-Parteikollegen, erkundigen, wie unseren Wirten wirklich geholfen werden kann. Untätigkeit hilft jedenfalls nicht weiter“, sagt die freiheitliche Gemeinderätin Ute Klitsch. Die Stadt Wels setzt auf direkte Hilfe: Bis zu 1000€ Werbekostenbeiträge für die Gastronomen, Musikveranstaltung und Thementage werden die städtische Gastronomie nach der Krise wiederbeleben. „Ein Konzept für Linz gibt es auch nach wochenlangen Diskussionen nicht. Wir brauchen sofort einen Masterplan für unsere Wirte!“, fordert Klitsch.

Vbgm Baier fordert in den Medien für Linz zum wiederholten Male eine unbürokratische Lösung. „Unbürokratische Lösungen zeichnen sich dadurch aus, dass rasch geholfen und nicht wochenlang ergebnislos diskutiert werden. Genau das ist nämlich Bürokratie. Für einen geeigneten Gastgarten wie in Wels schafft bereits Vizebürgermeister Hein die Voraussetzungen, indem er den Hauptplatz grüner und von Autos freimachen will“, so Klitsch abschließend.

Appell der FP-Spitze Hein und Raml: Kauft bei unseren Wirten – Jeder kann helfen!

Wir wollen auch nach der Krise unsere Wirtshauskultur nicht missen

Es war relativ schnell klar, dass von den groß angekündigten Soforthilfen der Bundesregierung, wie Vizebürgermeister Markus Hein von Beginn an aufzeigte, kein Mensch überleben kann. Besonders schwer hat es aber die Gastronomie, die auch zahlreiche Arbeitsplätze in Linz schafft, getroffen. Die FPÖ Linz mit ihren beiden Frontmännern Vizebürgermeister Markus Hein und Stadtrat Michael Raml wollen das so nicht hinnehmen und rufen dazu auf, das Angebot der Linzer Gastronomie gerade jetzt intensiv zu nutzen. „Wir wollen auch nach der Krise die österreichische Wirtshauskultur nicht missen, daher holen sich die Mitglieder der FPÖ Linz gerade jetzt das Essen bei ihrem Lieblingswirt. Es kann jeder seinen Beitrag leisten, in dem er sich beim Wirt um’s Eck und nicht bei einem multinationalen Konzern anstellt und sein Essen kauft. So retten wir nicht nur die heimische Gastronomie, so retten wir auch viele Arbeitsplätze“, appellieren Hein und Raml.

Hein: Staatliche COVID-19-Hilfe lässt viele Wirte im Stich und treibt sie in den Ruin

Erstem prominenten Opfer in einer städtischen Immobilie droht Insolvenz, wenn Stadt Linz nicht hilft

Es war leider zu erwarten, dass die angekündigte staatliche COVID-19-Hilfe, nachdem das Epidemiegesetz durch die türkis/grüne Bundesregierung ausgehebelt wurde, viele Opfer hinterlassen wird. „So droht nun auch einem prominenten Wirt, der in einer städtischen Immobilie seine Wirtschaft betreibt, das baldige Aus“, berichtet Vizebürgermeister Markus Hein erschüttert  „Der Wirt hat die Mitglieder der Stadtregierung auf seine prekäre Situation aufmerksam gemacht und um finanzielle Hilfe ersucht.“

Vizebürgermeister Hein hat bereits seine Unterstützung zugesagt und trat auch mit den zuständigen Referenten in Kontakt. Dem Wirt könnte rasch im Rahmen einer Wirtschafts- oder Tourismusförderung das wirtschaftliche Überleben gesichert werden. „Die Umsätze aus dem Vergleichszeitraum vor der Krise zeigen, dass diese Wirtschaft bisher finanziell auf festen Füßen stand“, erklärt Hein: „Die Stadt hat in ähnlich gelagerten Fällen in der Vergangenheit auch schon geholfen. Außerdem muss es im ureigenen Interesse der Stadt sein, dass einer ‚ihrer‘ Wirte nicht zusperren muss und die stadteigene Immobilie wieder auf Monate, wenn nicht sogar Jahre, leer steht. Auch nach der Krise wird sich so eine Immobilie schwer vermieten oder verpachten lassen!“

Die groß angekündigte Hilfen der Bundesregierung sind – und das hat Vizebürgermeister Hein von Anfang an kritisiert – keine ausreichende Hilfe. Auch bei Stundungen von Mieten oder Bankkrediten sind die Rechnungen aus den Vormonaten weiterhin zu bezahlen. Selbst wenn Steuern, Mieten, Sozialversicherungsbeiträge oder Kreditraten gestundet werden können, lässt sich das Auszahlen von Löhnen oder Lieferverbindlichkeiten nicht auf die lange Bank schieben, ohne dass weitere Menschen mit in den Abgrund gerissen werden. Hein appelliert an die zuständigen Mitglieder der Stadtregierung hier rasch zu helfen: „Wir laufen Gefahr, dass unsere Wirtshauskultur den Bach runtergeht und damit viele Arbeitsplätze verlorengehen. Ich wiederhole deshalb meine Forderung endlich auch die Gastgärten wieder zu eröffnen.“

Raml: Linzer Partnerstadt Budweis bestätigt Probleme durch Gastro-Rauchverbot

Lärm, Gestank, Glasscherben auf Straßen drohen auch in Linz
 
Bei einem Besuch bei der Budweiser Stadtpolizei informierte sich der Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml unter anderem über die Folgen des generellen Rauchverbots in der Gastronomie. Die ab 1. November in Österreich geltende Regelung ist in Tschechien bereits seit rund zwei Jahren Realität. Bei einem Austausch mit Budweis zeigte sich: „Das generelle Rauchverbot sorgt in unserer tschechischen Partnerstadt für massive Probleme. Beschwerden von Anwohnern über Lärm, Gestank rund um Bars und Diskotheken stehen auf der Tagesordnung. Konflikte zwischen betrunkenen Lokalgästen werden auf offener Straße ausgetragen, die Türsteher mischen sich meist nicht mehr ein“, erfuhr der Linzer Sicherheitsstadtrat und warnt: „Die Leidtragenden sind unsere Wirte! Das Rauchverbot führte in Tschechien zu zahlreichen Beschwerden gegen Lokale. Als Konsequenz verkürzen viele ihre Öffnungszeiten. Kürzere Öffnungszeiten führen natürlich zu weniger Einnahmen. Das Wirtesterben ist ebenso vorprogrammiert wie Anrainerbeschwerden. Diese Probleme, vor denen wir Freiheitlichen schon immer warnen, werden wir auch in Linz bekommen!“

Raml fordert: „Zum Schutz unserer Bewohner muss die von Schwarz-blau beschlossene Regelung – kein absolutes, sondern nur ein partielles Rauchverbot – beibehalten werden. Sogar der österreichische Verfassungsgerichtshof hat diesen Mittelweg als rechtskonform bestätigt. Linz und anderen Städten drohen sonst die selben Verhältnisse, von denen ich mich gemeinsam mit dem Ordnungsdienst in Budweis überzeugen musste: Lärm, Gestank und Glasscherben rund um Lokale.“