Statement von FPÖ-Fraktionsobmann Wolfgang Grabmayr zur Pressekonferenz „Erwerbstätige in Linz – Fakten und Hintergründe zum Standort Linz“

Aufzeigen alleine ist zu wenig, man muss auch auf die Entwicklungen reagieren

„Wie Bürgermeister Luger in der heutigen Pressekonferenz richtig festgestellt hat, sinkt bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ab 55 Jahren die Erwerbsquote drastisch. Das bloße Aufzeigen dieser Entwicklung ist jedenfalls zu wenig.“ Bereits in der Gemeinderatssitzung vom 08.04.2021 hat die FPÖ-Gemeinderatsfraktion den Antrag gestellt, innerhalb der Unterneh­mens­gruppe der Stadt Linz Holding GmbH, ein Programm für die Schaf­fung von Arbeitsplätzen für Menschen über 50 zu erarbeiten. Damals wurde der Antrag dem zuständigen Ausschuss zugewiesen. „Wir werden den Antrag in der nächsten Gemeinderatssitzung wieder einbringen, da das Thema zu wichtig ist, als dass er am Ende der letzten Gemeinderatsperiode in der Schublade verschwunden ist. Wir erwarten uns gerade angesichts der heutigen Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger eine rasche Aufnahme dieses Pilotprojekts“, so Grabmayr.

Grabmayr betont, dass beim Thema der Frauenbeschäftigung, der Aspekt des Migrationshintergrundes nicht ausgeklammert werden darf: „Statistiken belegen, dass der Frauenanteil in der Erwerbsquote derzeit bei insgesamt bei 72,1 % liegt. Bei gewissen Zuwanderergruppen fällt dieser Anteil aber deutlich niedriger aus, so z. B. bei Türken mit ca. 55 %, bei Menschen aus Syrien mit 38,5 %, bei Tschetschenen mit 18,3 %, oder bei Migranten aus Afghanistan mit nur 16,8 %.  Migranten aus Bosnien-Herzegowina stellen andererseits mit 73,2 % ein positives Beispiel dar“, so Grabmayr abschließend.

FPÖ-Gemeinderätin Martina Tichler: In Österreich erlebt mindestens jede fünfte Frau Gewalt in ihrer Beziehung. Anstatt nachhaltige Präventionslösungen zu forcieren, setzt das Frauenbüro der Stadt Linz aber auf einen „Poetry Slam“. Gedichte zu rezitieren wird jedenfalls nichts zur Gewaltprävention beitragen

Fragwürdiger Fokus des Linzer Frauenbüros

Das Frauenbüro der Stadt Linz veranstaltet Anfang Dezember eine Veranstaltung, bei der Gedichte gegen Gewalt an Frauen durch Künstlerinnen im alten Rathaus vorgetragen werden. Ein fragwürdiger Fokus, wie Gemeinderätin Martin Tichler meint: „In Österreich erfährt mindestens jede fünfte Frau Gewalt. Generell verzeichnen wir in unserem Land überproportional häufig Gewalt und Mord an Frauen. Im Rathaus Gedichte vorzutragen wird den Opfern nichts nützen und auch keinen potenziellen Täter von einer Gewalttat abhalten. Hier gilt es andere Maßnahmen zu setzten, wie das Anheben des Strafausmaßes und Präventionsarbeit. Wenn das Frauenbüro in der Lage ist, einen Poetry Slam gegen Gewalt ins Leben zu rufen, dann kann die Ausarbeitung wirklicher Präventionsmaßnahmen kein Ding der Unmöglichkeit sein“, so die freiheitliche Gemeinderätin, Martina Tichler. „Die FPÖ pocht seit vielen Jahren auf Verschärfungen im Strafrecht und konnte bereits 2019 eine Strafverschärfung im Nationalrat umsetzten. Nun liegt es an der jetzigen Regierung diese Ziele weiterzuverfolgen. Der Grundtenor muss lauten: Null Toleranz bei Gewalt gegen Frauen“, so Tichler überzeugt.

Krendl: Frauen endlich wirklich gleichstellen

FPÖ-Gemeinderätin Martina Krendl: Wir brauchen soziale Sicherheit für unsere Frauen. Deshalb müssen Karenz und Kinderbetreuungszeiten in Österreich endlich voll angerechnet werden. Nur das sorgt für Fairness und nachhaltige Verbesserungen. Neu erdachte Modelle wie die „Familienarbeitszeit“ gehen am wahren Sinn der Sache leider weit vorbei.“

„Karenz und Kinderbetreuungszeiten müssen in Österreich endlich voll angerechnet werden. Nur so kann unseren Frauen und Familien wirklich geholfen und eine tatsächliche Gleichstellung erzielt werden. Damit würde auch die Pensionsschere zwischen Männern und Frauen, die hauptsächlich auf das Fehlen von Beitragsjahren aufgrund der Kindererziehung zurückgeht, geschlossen und soziale Sicherheit für Frauen geschaffen“, fordert die freiheitliche Linzer Gemeinderätin und zweifache Mutter Martina Krendl. Dem aktuellen Vorschlag von ÖGB und AK zur „Familienarbeitszeit“, bei welcher Mütter und Väter gemeinsam ihre Arbeitszeit verkürzen sollen, kann Krendl wenig abgewinnen: „Das Modell zur ´Familienarbeitszeit´ ist kontraproduktiv. Es wird den eigentlichen Sinn – nämlich höhere Pensionszahlungen für Frauen – nicht erfüllen können, sondern lediglich die Gesamtpension eines Paares senken. Da helfen auch monatliche Bonuszahlungen nicht. Einzig fair und hilfreich ist es, Karenz und Kinderbetreuungszeiten vollständig anzurechnen.“ 

Soziale Sicherheit für Frauen sicherstellen statt linker Randgruppen-Politik

Während die rot-grüne Politik behauptet, die Position der Frauen in unserer Gesellschaft stärken zu wollen, profitieren von ihrer fragwürdigen ´Frauen-Politik´ lediglich linke Randgruppen. „Vom ´Binnen-I´ oder ´Gender-Sternchen´ profitiert keine Frau in Österreich. Wir brauchen Verbesserungen, die die tatsächliche Lebenswelt unserer Frauen betrifft. Deshalb müssen Karenz- und Kinderbetreuungszeiten voll angerechnet werden und auch endlich gleicher Lohn für die gleiche Arbeit garantiert sein. Diese Maßnahmen sorgen für mehr soziale Sicherheit von Frauen und Müttern in Österreich. Davon können sie nachhaltig und merklich profitieren“, unterstreicht die Freiheitliche abschließend.