Hein: Neuer Zwist droht bei Verlegung der Schiffsanlegestelle Römerbergtunnel nach Urfahr

Nutzungskonflikte mit Freizeitsportlern, Radfahrern und Spaziergängern vorprogrammiert

Die Schifffahrt auf der Donau kommt in Linz nicht zur Ruhe. Nachdem bekannt wurde, dass die Absicht besteht, die Schiffsanlegestelle beim Römerbergtunnel nach Urfahr zu verlegen, sind neue Konflikte vorprogrammiert. „Schiffe ab einer gewissen Breite ragen, wenn sie sich an der Römerberg-Lende festmachen, in die Fahrrinne der Donau. Daher wurde die Idee geboren, diese Anlegestelle auf die andere Seite der Donau zu verlegen“, berichtet Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Die Idee schien anfänglich auch gar nicht schlecht. Doch der gewünschte Umsetzungswunsch würde nur das leidige Problem mit den Bussen auf die andere Seite verschieben! Was ist während des Urfahraner Marktes? Eine Lösung sieht für mich anders aus!“

Hein spricht sich daher gegen diese Verlegung aus, denn die Absicht, über das Jahrmarktgelände und den Treppelweg, der im Eigentum der ViaDonau steht, Busse bis direkt vor die Anlegestelle vorfahren zu lassen, sei nur eine Problemverlagerung. „Wenn wir Busse wirklich bis zur Anlegestelle vorfahren lassen würden, liegen Nutzungskonflikte, wie wir sie aus dem Donaupark kennen, auf der Hand! Die Leidtragenden wären wieder nur die Linzer und Linzerinnen.“ Hein hat bereits rechtliche Prüfungen in Auftrag gegeben, ob die Stadt eine Zufahrt von Bussen verhindern kann, denn der Treppelweg, der nicht im Eigentum der Stadt steht, ist nur über Grundstücke der Stadt Linz erreichbar. „Wenn es uns nicht gelingt ein Zufahrtverbot für Busse zu erwirken, müssen wir alles unternehmen, um die Verlegung der Schiffsanlegestelle zu verhindern, sonst ist das nächste Bus-Chaos in Linz vorprogrammiert!“, kündigt Hein abschließend an.

Luger/Hein: Wirtschaftskammer will Gemeinderatsbeschluss offenbar nicht akzeptieren

Verzögerungstaktik löst das Busproblem im Donaupark nicht

In der letzten Gemeinderatssitzung wurde auf freiheitliche Initiative hin ein Sofortmaßnahmenpaket zum Donaupark beschlossen. Dieses Paket sieht u.a. eine „Sperre des Treppelwegs für Busse und LKWs“ vor. (siehe: https://bit.ly/2pWBF4X). Auch am Runden Tisch nach der Gemeinderatssitzung wurde der Beschluss nochmals von den wesentlichen Stakeholdern bekräftigt. „Es irritiert, wenn die Wirtschaftskammer (WKO) glaubt, sich jetzt in eine Diskussion einschalten zu müssen, die bereits mehrfach und auf unterschiedlichen Ebenen mit den tatsächlich Betroffenen geführt wurde. Wir haben eine Lösung, die von einer breiten Mehrheit mitgetragen wird und auch die Sperre des Treppelwegs umfasst. Es handelt sich dabei keineswegs um politische Willkür, sondern den gemeinsamen Wunsch aller politischen Parteien, das Naherholungsgebiet Donaupark für die Linzerinnen und Linzer zu schützen. Warum die WKO diese demokratische Entscheidung nicht akzeptieren kann, ist völlig unverständlich“, erklären Bürgermeister Klaus Luger und Vizebürgermeister Markus Hein.

„Für Schiffsgäste ist es durchaus zumutbar, eine Wegstrecke von zwei Schiffslängen fußläufig zu meistern, um ihren Bus zu erreichen. Es hat hierzu auch sehr konstruktive Gespräche mit dem Tourismusverband und der Werbegemeinschaft Donau gegeben“, führt Hein aus und ergänzt in Richtung WKO: „Es zeigt sich, wie wichtig die verbindliche Willensbildung zu diesem Thema im Gemeinderat war. Keinem Betroffenen ist dadurch geholfen, wenn das gleiche Thema in endlosen Schleifen immer wieder aufgewärmt wird, man aber zu keiner tragfähigen Lösung kommt“.

„Das eigentliche Problem der Schiffstouristik in Linz liegt in der Programmgestaltung der Kreuzfahrten. Hier könnte sich auch die WKO unterstützend einbringen, um dafür zu sorgen, dass möglichst viele Schiffsgäste das Kulturangebot in Linz nutzen. Damit würde auch die Busproblematik wesentlich entschärft und zugleich die Kulturbetriebe in Linz unterstützt“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

Hein: Wie gut ist das Geschäft der Flusskreuzfahrt wirklich für Linz?

Mit der Müllentsorgung werden nicht einmal 10.000 Euro erwirtschaftet

„Müllberge, Buskolonnen, die Touristen an Ziele fernab von Linz bringen, laufende Dieselaggregate, die für die Stromerzeugung rund 2 Mio. Liter Diesel verbrennen, das sind die mittlerweile offensichtlichen Probleme im Donaupark, die durch die Donaukreuzschifffahrt verursacht werden“, so der freiheitliche Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Ein stark beeinträchtigtes Naherholungsgebiet bleibt zurück, ein hoher Preis, den die Linzerinnen und Linzer für einen überschaubaren wirtschaftlichen Erfolg in Kauf nehmen sollen!“

Tourismusdirektor Steiner will die Probleme aber nicht sehen. Er konstruiert Erfolgsgeschichten und bekommt von City-Guides (eine der wenige Branchen, die am Schiffstourismus in Linz verdienen) und der WKOÖ sogar Schützenhilfe. Es wird ihm bescheinigt, dass Linz auf jeden Fall davon profitiert. Es bleibt doch jeder fünfte Tourist in Linz und lässt rund 35 Euro in der Stadt, so der Jubel. Der Jubel verblasst aber, wenn die Rechnung zu Ende geführt wird, denn lediglich 2,1 Mio. Euro macht sie aus. Legt man diesen Umsatz auf alle 300.000 angelandeten Schiffstouristen um, so bleiben gar nur 7 Euro pro Tourist im Jahr über. Direktor Steiner findet auch, dass zudem die Linz AG mit der Müllentsorgung gut im Geschäft ist. „Wie schaut es aber wirklich damit aus?“, fragt sich Hein.

„Eine Anfrage bei der Linz AG für das Jahr 2018 schaffte Klarheit, konnte aber das laut Direktor Steiner ‚gute Geschäft‘ nicht bestätigen“, erklärt Hein: „Mit der Entsorgung von 331 Tonnen Abfall (eine Tonne bringt einen Ertrag von 30 Euro) wurden weniger als 10.000 Euro erwirtschaftet.“ Erfolge sehen für Hein anders aus, der sich durch solche Jubelmeldungen nicht ablenken lässt und seine Forderung, dass der Schiffstourismus für Linz neu zu überdenken ist, wiederholt: „Solange aber die Verantwortlichen die Probleme klein reden und Erfolge konstruieren, wird sich für Linz – zumindest mit diesen Leuten – die Schifffahrt nicht allzu rasch zum Positiven verändern. Daher ist es notwendig, dass die Diskussion nun im Gemeinderat geführt wird!“

Hein: Neue Donaubrücke Linz – Stahlbauarbeiten vor Ort beginnen im September

Arbeiten an Tragwerken und Brückenbögen werden ab Herbst sichtbar

„Im vergangenen Juli konnten wieder zahlreiche Arbeiten an unserer Neuen Donaubrücke Linz fertiggestellt werden“, berichtet der zuständige Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein erfreut: „Die Tiefbauarbeiten verlaufen sehr gut und sind nun auch auf der Linzer Seite bereits auf der Zielgeraden! Die bereits fertiggestellten Brückenteile lassen schon jetzt das gigantische Ausmaß unserer neuen Brücke erahnen!“

Konkret wurden im Juli folgende Arbeiten durchgeführt:

  • Schalungs- u. Betonierarbeiten des Widerlagers Linz
  • Herstellung der Randbalken der Stützmauer auf Linzer Seite
  • Hochdruckbodenvermörtelung und Bohrpfahlherstellung des Pfeiler 3 (Flusspfeiler Seite Linz)
  • Bewehrungsarbeiten und Betonage der Pfahlkopfplatte Pfeiler 3
  • Fertigstellung der Hilfsfundamente am Vormontageplatz

Nach den Asphaltierungsarbeiten am Vormontageplatz, der Baustelleneinrichtung für die Stahlbauarbeiten und die Errichtung der Montagehilfskonstruktionen für die Stahlbaumontage werden im September die nächsten großen Arbeitsschritte, die Stahlarbeiten am Montageplatz, sein. „Der erste von den drei großen Stahlbögen wird direkt am Urfahraner Widerlager errichtet. Die Bögen zwei und drei, die ein Gesamtgewicht von ca. 3.000 Tonnen haben, werden auf der großen Montagefläche in Urfahr vormontiert und dann per Schiff eingeschwommen!“, erklärt Hein: „Auf Grund der Größe und des Gewichts wird dies ein für Linz einzigartiges Spektakel!“