Hein: Linzer Rathaus-Dachpark gegen die Magistrat-Hitzeinsel

Dachparkausbau am Neuen Rathaus als innovativer Vorschlag

Das Neue Rathaus wäre als Vorzeigeprojekt für die Errichtung von Dachparks in Linz bestens geeignet. Bereits jetzt ist die Anlage mit zahlreichen Grünflächen, Baum- und Strauchbepflanzungen entlang der Terrassen ausgestattet. Statt den bisher mit Waschbetonplatten gepflasterten Bereichen könnten wertvolle Grünflächen entstehen. „Für einen Bau aus den 80er Jahren ist die Grünflächengestaltung des Neuen Rathauses bereits sehr innovativ angelegt. Es gilt nun die Ansätze von damals neu aufzugreifen und weiter voranzutreiben. Mit der Idee des Linzer Rathaus-Dachparks könnte eine attraktive Erholungsfläche errichtet werden, die noch dazu für jedermann zugänglich ist“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturreferent Markus Hein.

Wegen der hohen Baudichte sind auch in Linz öffentliche Grünflächen Mangelware. „Wie bereits in den letzten Wochen diskutiert, ließe sich der Durchgrünungsgrad allerdings mit Dachflächenparks deutlich heben. Die deutsche Stadt Bochum hat hier bereits ein ambitioniertes Projekt gestartet, das auch für Linz vorbildhaft sein kann. Die Rathausterrassen, die eine Fläche von insgesamt rund 10.000 m² betragen, würden einen sehr attraktiven Dachpark ergeben. Weiters könnte der Hitzeentwicklung, die durch die derzeitigen Waschbetonplatten verursacht wird, entgegengewirkt werden.“, führt Hein weiter aus.

Nicht nur bei Neubauprojekten sind die Linzer Planerinnen und Planer jetzt gefragt, sich an Bochum ein Beispiel zu nehmen. „Wenn wir bestehende, große Betonflächen – wie etwa die Terrassen des Neuen Rathauses – gezielt umgestalten können, sollten wir keine Zeit mehr verlieren. Die Freiheitliche Gemeinderatsfraktion wird daher bei der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause, die Prüfung und – wenn technisch möglich – Umsetzung eines Linzer Rathaus-Dachparks auf den Terrassen unseres Magistrats beantragen!“, erklärt Hein abschließend.

Hein: Neue Wege denken – Dachflächen Parks für grünere Innenstadt

Bochum zeigt mit Dachpark-Projekt, wie es auch in Linz funktionieren könnte

„Besonders das Bauland der Linzer Innenstadt weist, wegen der hohen Baudichte, einen geringen Durchgrünungsgrad auf. Den wesentlichen Anteil zum Erhalt des Grünflächenanteils tragen die vorhandenen begrünten Innenhöfe bei“, berichtet Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Einen besseren Durchgrünungsgrad in der Innenstadt erreichen wir durch die konsequente Entkernung der Innenhöfe. Aber auch Oberflächen-Parkplätze werden in diesen Bebauungsplänen untersagt!“

„Ein großes Manko ist aber auch, dass die öffentlich nutzbaren Frei- und Erholungsflächen in der Innenstadt sehr begrenzt sind. Da wird sich in geraumer Zeit auch nichts ändern, wenn wir nicht in neuen Ansätzen denken.“ Hein schlägt daher vor, dass Linz durchaus durch ambitionierte Projekte,  wie beispielsweise Bochums geplanter Dachflächenpark, lernen sollte. „Auch Bochum hat ähnliche Probleme mit Frei- und Erholungsflächen im innerstädtischen Bereich. Um den Grün- und Erholungsflächenanteil dort zu verbessern, will die Stadt Bochum Parkanlagen, die über Wegverbindungen zusammenhängen, auf den Dächern der Innenstadt schaffen!“

Das Stadtzentrum von Linz verfügt zwar über 63.000 m² begrünte Dachflächen. Diese sind aber zum überwiegenden Anteil nur mit einer extensiven Dachbegrünung (10 – 15 cm Substratschicht) ausgestattet und nicht als Erholungsflächen gedacht. Eine Parkanlage würde eine Substratschicht von mindestens 50 – 60 cm (besser wären 100 cm, da könnten auch Bäume gepflanzt werden) benötigen. „Bei Neu- oder Umbauprojekten sollten wir zukünftig nicht auf die Nutzmöglichkeiten der Dächer, die ausreichend Flächen für grüne Park- und Erholungsanlagen in der Innenstadt bieten würden, vergessen. Ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Dachflächenparks attraktiv sein können, zeigt beispielsweise das Hundertwasserhaus in Darmstadt“, so Hein abschließend.