Hein: Busse haben in Linz Vorrang – Busspur in Dauphinestraße neu verordnet

Mehr als 775.000 Fahrgäste profitieren auf den Linien 11, 12 und 19 von dieser Maßnahme

Besonders in Kreuzungsbereichen oder vor Verkehrslichtsignalanlagen ist die Stauwahrscheinlichkeit und -häufigkeit am größten. Die wirksamste Methode, Busse um einen Stau zu führen, sind Busspuren. In den letzten Jahren hat deshalb Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein einen diesbezüglichen Schwerpunkt gesetzt: „Gemeinsam mit den Linz Linien haben wir in den letzten Jahren zahlreiche Engstellen beseitigt und auch neue Busspuren umgesetzt. Ich sehe dies als konsequente Fortsetzung und Ergänzung des Linzer Beschleunigungsprogramms – LIBE.“

LIBE hatte zur Aufgabe, Engstellen im Linzer Straßennetz zu identifizieren und schlussendlich zu beseitigen. Erklärtes Ziel ist es, den Bussen der Linz Linien, mit denen mehr als 40 Mio. Fahrgäste pro Jahr fahren, im Linzer Straßennetz gegenüber dem motorisierten Individualverkehr deutliche Zeitvorteile zu verschaffen. „Nur wenn der öffentliche Verkehr schneller oder zumindest nicht langsamer als der motorisierte Individualverkehr ist, wird er gerne angenommen!“, erklärt Hein, der die ÖV-Beschleunigung als eine der wirksamsten Strategien gegen den täglichen Stau im Linzer Straßenverkehr sieht.

Die neu verordnete Busspur in der Dauphinestraße zwischen den Hausnummern 180 und 240 liegt zwischen der Haltestelle im ‚Hütterland‘ und der Laskahofstraße und wird von den Linien 11, 12 und 19 befahren. Jährlich nutzen diese Linien alleine in dem Teilabschnitt über 775.000 Fahrgäste, berichtet Hein: „Verkehrsmaßnahmen dieser Art, die auch von den Linz Linien begrüßt werden, sollen den täglichen Weg von und zur Arbeit zeitlich verkürzen. Eine vernünftige Verkehrspolitik muss also die Köpfe in den Fahrzeugen und nicht die Fahrzeuge zählen! Da liegt es klar auf der Hand, dass der öffentliche Verkehr eindeutig die Nase vorne hat!“

Hein: Busstraße und Radweg zwischen Hafenstraße und Derfflingerstraße

Attraktiver Rad- und öffentlicher Verkehr zwischen den Uni-Standorten

Vizebürgermeister Markus Hein hat den nächsten Schritt in der Erweiterung der Linzer Radinfrastruktur und des ÖV-Ausbaus eingeleitet. „Im Bereich Hafenstraße / Derfflingerstraße soll eine neue Busstraße und ein neuer Radweg abseits der Hauptverkehrswege entstehen. Auf dieser neuen Trasse, auf der ausschließlich Busse und Räder fahren werden, liegt der Zeitvorteil für Radfahrer und Linz Linien-Fahrgäste gegenüber dem PKW eindeutig auf der Hand.

Für die Realisierung der neuen Busstraße, die sich über eine Länge von 920 Metern erstreckt, wurden in der heutigen Stadtsenatssitzung die Vergabe für vertiefende Bodenuntersuchungen und geotechnische Beratung beschlossen. Diese beiden Prüfungen sind wesentliche Voraussetzungen für die Realisierung dieser attraktiven ÖV- und Radachse. „Nach Fertigstellung der Neuen Donaubrücke Linz werden damit auch die beiden Universitätsstandorte (JKU und KUK) verkehrlich besser zusammenwachsen!“, berichtet Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Hein.

„Wir setzen Schritt für Schritt die nötigen Projekte um, damit unsere Stadt ÖV-Fahrgästen und Radfahrern die bestmöglichen Voraussetzungen bietet. Diese Trasse garantiert auch, dass der ÖV und Radverkehr hier gegenüber dem Auto eindeutig die Nase vorne haben werden!“, so Hein abschließend.

Hein: Neue Busspur in der Gruberstraße soll für mehr Pünktlichkeit im Busverkehr sorgen

1,5 Mio. Fahrgäste der Linien 12 und 25 werden davon profitieren

„Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, dazu zählt auch das konsequente Umsetzen von neuen Busspuren, hat in Linz hohe Priorität. Nur wenn das öffentliche Verkehrsmittel schneller und bequemer als der eigene PKW durch das Stadtgebiet reist, wird es als Alternative zum eigenen Auto ernst genommen. In enger Absprache mit den Linz AG Linien setzt unsere Verkehrsplanung daher laufend neue Busspuren um“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturstadtrat Markus Hein.

Die neu eingerichtete Busspur in der Gruberstraße zwischen Körner- und Weißenwolffstraße soll für mehr Pünktlichkeit der Linien 12 und 25, auf denen in diesem Abschnitt ca. 1,5 Mio. Fahrgäste pro Jahr an Werktagen befördert werden, sorgen. Dass auch relativ kurze Busspuren erstaunliche Ergebnisse erzielen, beweist die bereits 2017 eingerichtete Busspur in der Holzstraße. Eine Auswertung der Verlustzeiten vor bzw. nach Inbetriebnahme der Busspur für die Linie 27 (Holzstraße – Schlachthof – Hafenstraße), auf der mehr als 4 Mio. Fahrgäste jährlich befördert werden, zeigt eine Steigerung der Pünktlichkeit in diesem Abschnitt um 29%.

„In der Holzstraße ist somit deutlich zu erkennen, dass vor Inbetriebsetzung der Busspur die Reisezeiten nur bei 15% der Fahrten eingehalten werden konnten. Nach der Inbetriebnahme stieg die Pünktlichkeit auf 44%!“, so Hein. „In der Priorisierung der Verkehrsmittel müssen die Köpfe in den Fahrzeugen und nicht die Fahrzeuge selbst gezählt werden! Da liegt es nun einmal klar auf der Hand, dass hier dem öffentlichen Verkehr der Vorrang zu geben ist“, so Hein abschließend.