Raml zu Seniorenheim-Cluster: Testergebnisse seit beinahe einer Woche noch immer nicht vollständig abgeschlossen

Teststrategie endlich neu bewerten – Priorisierung für Gesundheits- und Pflegebereich gefordert

Seit Ende letzter Woche ist ein Corona-Cluster im Seniorenheim in der Linzer Dauphinestraße bekannt. Aktuell sind über 20 Covid-Fälle bestätigt, doch nach wie vor – fast eine Woche später – stehen zahlreiche Testergebnisse aus. „Das ist absolut unverantwortlich“, stellt der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml klar. „Ich fordere die Priorisierung von Tests für den Gesundheits- und Pflegebereich. Es kann fatale Folgen haben, wenn Testergebnisse aus Seniorenheimen so viel Zeit in Anspruch nehmen. Es ist dringend notwendig, dass in solchen Fällen, wenn es um den Schutz der Senioren und Risikogruppen geht, die Tests vorgereiht werden“, fordert der Gesundheitsstadtrat. „Nicht nur die Ungewissheit über eine mögliche Erkrankung, sondern auch die durch die unnötig lange Warte- und Absonderungszeit erzwungene Einsamkeit verursacht Probleme. Besonders dramatisch ist das bei älteren Menschen in Pflegeheimen, die dadurch unnötigerweise länger von ihren Verwandten isoliert werden. Das Rote Kreuz bestätigte erst kürzlich, dass Einsamkeit das Sterberisiko um 25% erhöht. Dieses Risiko künstlich zu fördern, ist Wahnsinn“, so der freiheitliche Stadtrat.

Für Raml ist es auch dringend nötig, dass die türkis-grüne Bundesregierung endlich ihre Teststrategie ändert: „Offenbar wurde es auch nach vielen Monaten Corona-Krise nicht geschafft, die Laborkapazitäten zu erhöhen. Deshalb braucht es ein Umdenken bei der Teststrategie, damit weiterer Schaden für die Risikogruppen eingedämmt wird. Es ist nicht zielführend, alles und jeden zu testen. Wie man im aktuellen Fall sieht, schadet man dadurch sogar unter Umständen Risikopatienten“, so der Gesundheitsstadtrat abschließend.

Gesundheitsstadtrat Raml an Minister Anschober: Klare Behandlungsanweisungen für Ärzte und Patienten

Corona-Krise wird zu Schikane von Patienten und Gesundheitspersonal
 
Im Büro des Linzer Gesundheitsstadtrates Michael Raml häufen sich Beschwerden von verzweifelten Patienten. Besonders ein aktueller Fall einer jungen Linzerin, die trotz akuter Schmerzen und einem negativen Corona-Test von verschiedenen Institutionen abgewiesen wurde, nur weil ihr Partner an Covid erkrankt ist, verdeutlicht: „Viele Ärzte sind verunsichert, wie der Patientenkontakt ablaufen soll. Um kein Risiko einer Ordinationsschließung einzugehen, werden Patienten vorsichtshalber abgewiesen. Das ist für Ärzte und Patienten gleichermaßen untragbar. Ich erwarte mir einheitliche Vorgaben des Gesundheitsministeriums, die schon seit Monaten überfällig sind. Unsere Gesundheitsversorgung darf nicht auf dem Rücken der Bürger an die Wand gefahren werden“, fordert der Gesundheitsstadtrat. „Der Herbst – und damit die Zeit von Schnupfen und Verkühlungen – ist nicht mehr weit. Viele Patienten aber auch viele Ärzte werden unsicher sein, ob eine Corona-Erkrankung vorliegt oder nicht. Es braucht daher bundesweite Vorgaben, an wen sich ein Covid-Verdachtsfall wenden kann, um behandelt zu werden sowie Vorgaben für Ärzte, wie sie bei solchen Situationen handeln sollen. Ansonsten wird es ungeahnte Probleme in der Gesundheitsversorgung geben.“

Raml: Nahezu jede zehnte Hausarzt-Kassenstelle in Linz unbesetzt!

Linzer Gesundheitsstadtrat fordert von Minister Anschober bundesweite Strategie gegen Ärztemangel

„Die aktuelle Corona-Krise zeigt eindrücklich, wie wichtig ein gut funktionierendes Gesundheitssystem ist. Ausreichend Gesundheitspersonal und vor allem genug Ärzte sind die Basis dafür. Leider ist fast jede zehnte Hausarzt-Stelle in Linz unbesetzt. Gleichzeitig wandern jedes Jahr etwa 40% der Absolventen eines Medizinstudiums ins Ausland ab. Hier muss sich unbedingt rasch etwas ändern“, fordert der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml den zuständigen Bundesminister Rudolf Anschober erneut auf, endlich tätig zu werden. „Es braucht eine bundesweite Strategie, wie der Ärztemangel gelöst werden kann. In zehn Jahren ist es zu spät! Der Gesundheitsminister sollte deshalb dringend mit der Ärztekammer in einen intensiven Austausch treten, was unsere Republik tun kann, um fertig ausgebildete Mediziner im Land zu behalten. Die Interessenvertretung sollte die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Mitglieder am besten kennen.“ 

Der Hausärztemangel stellt nicht nur in Pandemie-Zeiten große Probleme dar. „Gibt es zu wenig Ärzte, hat das verheerende Folgen. Patienten können sich nicht mehr auf eine ausreichende Gesundheitsversorgung verlassen. Die verbliebenen Ärzte und die Krankenhäuser werden überlaufen. Am Ende leiden alle Patienten unter den für sie erschwerten Bedingungen. Auch das Gesundheitspersonal wird über seine Maßen beansprucht, was den Mangel nur weiter vorantreiben wird“, informiert der Gesundheitsstadtrat über die möglichen Folgen für die Bürger. „Auch, wenn der Gesundheitsminister mit Corona sehr gefordert oder gar überfordert ist, darf auf den Ärztemangel nicht vergessen werden. Ein Virus darf nicht alle anderen, wichtigen Agenden vergessen lassen.“

Raml: Kampf gegen Ärztemangel wichtiger denn je!

Corona-Krise zeigt, wie wichtig voll ausgestattetes Gesundheitssystem ist

„Die aktuelle Corona-Krise zeigt eindrücklich, wie wichtig ein gut funktionierendes Gesundheitssystem ist. Ausreichend Gesundheitspersonal und vor allem genug Ärzte sind die Basis dafür! Um der aktuellen Belastung des Gesundheitssystems zu begegnen, werden mittlerweile Medizinstudenten in der praktischen Arbeit eingesetzt“, erklärt der freiheitliche Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml. „Es gibt auch eine Zeit nach Corona, an die wir denken müssen. Gesundheitsminister Anschober muss alles dafür tun, dass möglichst viele Medizinabsolventen in Österreich bleiben. Aktuell wandern etwa 40% davon ins Ausland ab“, so der Gesundheitsstadtrat.

Anfang März hat Stadtrat Raml eine Resolution an die Bundesregierung eingebracht, dass der Gesundheitsminister entsprechende Maßnahmen setzen muss. Sie wurde vom Gemeinderat einstimmig angenommen. „Das Gesundheitssystem muss auch in Zukunft für mögliche Pandemien gerüstet sein. Handelt Anschober nicht umfänglich, kann das sehr schwere Folgen haben. Wir müssen bestmöglich auf alle denkbaren Ereignisse vorbereitet sein und zwar bevor es zu spät ist. Vorsorge ist besser als Nachsorge“, schließt Raml.

Stumptner: Mindestsicherung darf keine Finanzspritze für Ausländer sein

Über 57% Prozent der Bezieher sind keine Österreicher

„Die bedarfsorientierte Mindestsicherung dient in Linz großteils als Finanzspritze für Nicht-Österreicher!“, kritisiert der freiheitliche Linzer Gemeinderat Peter Stumptner: „Von den insgesamt 3894 Beziehern im dritten Quartal 2019 sind weit mehr als die Hälfte – über 57% –  keine Österreicher. So wurden etwa 1,7 Mio. Euro von unserem Steuergeld an ausländische Staatsbürger bezahlt! Alleine etwa 1,2 Mio Euro an Asylberechtigte. Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein“, versichert der Freiheitliche. Die Linzer SP-Sozialreferentin Karin Hörzing sieht es als Erfolg, dass die Anzahl der Mindestsicherungsbezieher minimal rückläufig ist. „Wir halten es hingegen für unfassbar, dass nicht schon längst Maßnahmen getroffen wurden, damit dieses Geld primär für uns Österreicher verwendet wird! Dadurch würde die Zahl der Bezieher rasant sinken“

„Die mit Steuergeld finanzierte Mindestsicherung sollte denjenigen zu Gute kommen, für die sie eigentlich gedacht ist. Nicht denen, die nach Österreich kommen und hier Geld ohne erbrachte Leistung beziehen“, erklärt Stumptner und fordert: „Der neue grüne Sozialminister Anschober steht in der Pflicht! Er muss dafür sorgen, dass das österreichische Geld auch wirklich den Österreichern zukommt. Mit den aktuellen Verhältnissen wird lediglich der illegale Sozialtourismus weiter vorangetrieben.“