Stumptner zu versuchtem Messerraub an 12-Jährigem am Lunaplatz: Zustände untragbar!

Kurioser Erklärungsansatz von VJF-Obmann sorgt für Kopfschütteln

Am Mittwochnachmittag wurde ein 12-Jähriger am Lunaplatz in der Linzer solarCity Opfer eines (versuchten) Raubes. Der Täter forderte 50 Cent (!) und griff dafür zu rabiaten Maßnahmen. „Solch eine Tat, einen so jungen Burschen für ein paar Cent mit dem Messer zu bedrohen, ist unfassbar!“, sagt der freiheitliche Gemeinderat Peter Stumptner. „Glücklicherweise ließ der Räuber, der als etwa 15-jähriger Jugendlicher beschrieben wurde, von seinem Opfer ab, ohne es körperlich zu verletzen.“

Anrainer und Passanten beklagen sich in letzter Zeit immer öfter über die Zustände am Lunaplatz. Grund dafür sind zwielichtig wirkende Jugendliche, die dort im Bereich des Volkshauses herumlungern und vermehrt negativ auffallen. „Natürlich ist es nicht verboten, sich in diesem Bereich aufzuhalten – das Sicherheitsgefühl der Menschen wird dadurch aber alles andere als gestärkt. Zudem kommen die meisten dieser Jugendlichen laut Angaben von Anrainern gar nicht aus dem Stadtteil“, erklärt Stumptner und bemerkt weiter: „Dieser Vorfall reiht sich in die traurige Serie von fünf Überfällen in den letzten zwei Wochen, begangen durch Jugendliche, ein. Hier sind eindeutig gravierende Probleme vorhanden. Der Geschäftsführer des ´Vereins Jugend & Freizeit´, Erich Wahl, hat dazu seinen ganz eigenen Erklärungsansatz: der Hunger sei das Hauptproblem, nicht die Gewalt. Zu erklären, dass in Linz Jugendliche teilweise mit Messern Menschen ausrauben, weil sie über Hunger klagen, halte ich jedoch für absurd, nahezu lächerlich! Dabei will ich nicht abstreiten, dass dies kein Problem sei. Ich denke allerdings nicht, dass dies der Hauptgrund hierfür ist. Für einen Zufall, wie Herr Wahl diese Häufung von Gewalttaten erklärt, halte ich dies jedenfalls nicht!“, schüttelt Stumptner den Kopf.

„Auch wenn es diesmal glimpflich ausgegangen ist, gilt es Maßnahmen zu setzen, um solche Vorkommnisse zu verhindern! Erhöhte Polizeipräsenz – und Massenausspeisungen – werden da nicht helfen. Hier ist Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing gefragt, den Jugendlichen durch ein gezieltes Streetwork-Konzept einerseits den Wind aus den Segeln zu nehmen. Andererseits den betroffenen/potenziellen Opfern zur Seite zu stehen und in Präventivmaßnahmen zu schulen“, fordert Stumptner abschließend.