Stumptner: Synthetische Kraftstoffe als Ergänzung zur E-Mobilität fördern

Bundesregierung soll innovative Möglichkeit zur CO2-Reduktion nutzen

„Es ist für mich paradox, dass bereits entwickelte Innovationen zugunsten der E-Mobilität links liegen gelassen werden. Ich gebe zu bedenken, dass sich viele Menschen, welche auf ihr Auto angewiesen sind, den Umstieg auf ein E-Auto schlichtweg nicht leisten können. Anstatt diese Menschen ihrer Mobilität zu berauben, sollte die Nutzung von synthetischen Kraftstoffen vorangetrieben werden, da solche in handelsüblichen Verbrennungsmotoren verwendet werden könnten. Ganz zu schweigen von dem sofortigen Effekt der Schadstoffreduktion, welcher dadurch erzielt würde“, sagt der freiheitliche Gemeinderat Peter Stumptner.

In den vergangenen Monaten sind ein verstärktes Umweltbewusstsein und Engagement für eine Verbesserung des Klimas quer durch die Gesellschaft wahrzunehmen. Trotz aller Ambitionen und Maßnahmen werden bereits entwickelte synthetische, beziehungsweise aufgrund des Herstellungsverfahrens regenerative, Kraftstoffe kaum als Beiträge zur Bewältigung der klimatischen Herausforderungen wahrgenommen.

„Synthetische Kraftstoffe, in Fachkreisen auch als eFuels bekannt, werden auf Basis von regenerativ erzeugtem Strom, welcher zur Bindung von CO2 eingesetzt wird, gewonnen. Die Kraftstoffe können dann in weiterer Folge in handelsüblichen Verbrennungsmotoren verwendet werden. Laut Informationen eines Erzeugers könnte der konsequente Einsatz dieser Stoffe 2,8 Gigatonnen CO2 bis 2050 einsparen“, informiert Stumptner. Weiteres Einsparungspotential bezüglich Schadstoffausstoß würde auch der Einsatz von aus Abfall gewonnen Care Diesel bringen. Doch dieser wartetet aufgrund des Hypes rund um die E-Mobilität vergebens auf eine Zulassung. Zudem müsste die kostenaufwendige Errichtung von Ladestation für Elektroautos nicht mit der bisherigen Intensität vorangetrieben werden.

„Eine bundesweit angelegte Förderung dieser Kraftstoffe könnte somit einen innovativen Ansatz zur Senkung der österreichweiten CO2-Emissionen im Straßenverkehr, abseits von Elektroautos, liefern. Daher werde ich bei der kommenden Gemeinderatssitzung diesbezüglich eine Resolution an die Bundesregierung einbringen. Man wird sehen, wie ernst die neue Bundesregierung das Thema Umweltschutz tatsächlich nimmt“, schließt Stumptner.