Stumptner: Keine Grillexzesse an Weikerlseen

Erfahrungen zeigen: Konzept funktioniert nicht

Unlängst wurde nahe dem Gebiet der Linzer Weikerlseen ohne Ankündigung eine sogenannte Grillzone errichtet und nun eröffnet. „Man möchte meinen, dem öffentlichen Grillvergnügen stehe nichts mehr im Wege. Schaut man sich jedoch die gesammelten Erfahrungen an, zum Beispiel am Pleschingersee, zeichnet sich ein ganz anderes Bild“, so der freiheitliche Gemeinderat Peter Stumptner und berichtet weiter: „Die Vermüllung der Grillzone stand regelrecht an der Tagesordnung, Badegäste wurden durch exzessives Grillen in dichten Rauch gehüllt. Auch kam es regelmäßig zu – mitunter gewalttätigen – Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Dieses Schicksal muss den Weikerlseen erspart bleiben!“

„Diese Grillzone hätte gar nicht erst errichtet werden sollen. Der Gemeinderat muss nun die Zügel in die Hand nehmen und diese Grillzone wieder aufheben, um der Bevölkerung ihr Naherholungsgebiet zu bewahren!“, fordert Stumptner. Auch die herbstliche Testphase, die von den Zuständigen angekündigt wurde, ist für den freiheitlichen Gemeinderat sehr fragwürdig: „Erkenntnisse über eine Grillzone sammeln zu wollen, wenn die Grillsaison bereits vorbei ist, halte ich für sinnlos. Die Erfahrungen an anderen Grillzonen haben doch bereits gezeigt, dass dieses Konzept nicht funktioniert. Nicht nur hier in Linz, sondern auch in anderen Städten“, so der freiheitliche Gemeinderat und verweist dabei auch auf die Situation in Salzburg (https://www.sn.at/salzburg/politik/stadt-salzburg-kein-grillen-mehr-am-glanspitz-27291682).

Einerseits für die Bevölkerung, aber andererseits auch für die Natur, wäre eine Aufhebung der Grillzone der richtige Schritt. „Besonders zu beachten gilt es, dass die Grillzone direkt an das „Natura 2000“ Gebiet der Traun-Donau-Auen grenzt. Insbesondere in Trockenperioden herrscht dort erhöhte Waldbrandgefahr. Hier Menschen dazu zu ermuntern, mit offenem Feuer zu hantieren, grenzt an Fahrlässigkeit! Außerdem gilt es den Erholungsfaktor dort sicherzustellen und die Natur bestmöglich zu schützen“, meint Stumptner abschließend.