Stumptner: Bereits bekannte Technologien im Verkehr nutzen!

Bundesregierung soll synthetische Kraftstoffe fördern

„Es liegt auf der Hand, dass es im Bereich des Verkehrs genug Platz für umweltfreundliche Entwicklungen gibt. Dabei sollte man aber das Rad nicht immer neu erfinden, sondern auch auf bereits entwickelte Innovation setzen. Denn trotz aller Ambitionen, Ankündigungen und Bekenntnissen werden synthetische, beziehungsweise sich aufgrund des Herstellungsverfahrens erneuernde Kraftstoffe, kaum als Beiträge zur Bewältigung der klimatischen Herausforderungen wahrgenommen“, erklärt der freiheitliche Gemeinderat Peter Stumptner den Hintergrund seines Anliegens.

Die Linzer FPÖ hatte in der vergangenen Gemeinderatssitzung eine Resolution an die Bundesregierung eingebracht. Ziel der Resolution ist es, synthetische Kraftstoffe bundesweit zu fördern. Synthetische Kraftstoffe, in Fachkreisen auch als eFuels bekannt, werden auf Basis von regenerativ erzeugtem Strom, welcher zur Bindung von CO₂ eingesetzt wird, gewonnen. Die Kraftstoffe können dann in weiterer Folge in handelsüblichen Verbrennungsmotoren verwendet werden. Laut Informationen eines Erzeugers könnte der konsequente Einsatz dieser Stoffe 2.8 Gigatonnen CO₂ bis 2050 einsparen. Weiteres Einsparungspotential beim Schadstoffausstoß würde auch der Einsatz von aus Abfall gewonnenem Biodiesel, wie beispielsweise „Care Diesel“, bringen. Doch dieser wartet aufgrund des Hypes rund um die E-Mobilität vergebens auf eine Zulassung. Zudem müsste die kostenaufwendige Errichtung von Ladestation für Elektroautos nicht mit der bisherigen Intensität vorangetrieben werden.

„Ich bin mir sicher: Eine bundesweit angelegte Förderung dieser Kraftstoffe könnte einen innovativen Ansatz zur Senkung der österreichweiten CO₂-Emissionen im Straßenverkehr, abseits von Elektroautos, liefern. Ich bin deshalb schon sehr gespannt, ob Grün und Schwarz im Bund tatsächlich ein Interesse an Umweltschutz und Nachhaltigkeit zeigen“, so Stumptner abschließend.