Stumptner: Auch in Bettlerfamilien muss Kindeswohl an erster Stelle stehen

In Unterführung schlafende Kinder sollten in ihrer Heimat Kindergarten bzw. Schule besuchen

Ein Bericht in den OÖN am 30. Juli 2018 über Mitglieder rumänischer Bettlerfamilien, die allnächtlich mitsamt ihren Kindern in einer Linzer Unterführung nächtigen, zeigt dramatische Bilder. „Jede Nacht versammeln sich in einer Unterführung in der Wiener Straße etwa 30 Menschen, unter ihnen einige Kinder. Sie schlafen dort im Dreck und unter ständiger Lärmbelästigung. Diese menschenunwürdige Situation ist vor allem für die Kinder in keiner Weise hinnehmbar!“, stellt der freiheitliche Gemeinderat Peter Stumptner fest. Nun wurde endlich die zuständige SPÖ-Vizebürgermeisterin Hörzing tätig.

„Hier muss ganz klar ein Zeichen von der Sozialstadträtin zum Wohle der Kinder gesetzt werden“, so Stumptner. „Wird in einer in Linz lebenden Familie das Kindeswohl gefährdet, so handelt die Behörde meist rasch und unbürokratisch. Wenn hier jedoch ausländische Bettler-Kinder unter unzumutbaren Bedingungen unter Brücken schlafen müssen, fühlt sich niemand zuständig – so lange das Thema nicht medial behandelt wird. Die Kinder sollten in ihren Heimatländern den Kindergarten besuchen oder die Schulbank drücken und nicht als Bettler durch Linz ziehen! Das kann doch auch nicht sein. Die SPÖ-Sozialstadträtin hätte hier schon lange Handeln müssen, zumal die Situation allen Betroffenen seit Längerem bekannt ist!“

Die zuständige Behörde schaute hier offensichtlich gezielt weg und überließ die Arbeit bis zuletzt dem Ordnungs- bzw. dem Erhebungsdienst sowie der Polizei. „Über das Wohl der Kinder in der Stadt sollte nicht nur in Gremien diskutiert werden. In diesem konkreten Fall, bei dem Kinder nachweislich auch für illegale Geschäftszweige missbraucht werden, werden jetzt hoffentlich endlich Maßnahmen ergriffen, die Wirkung zeigen“, so der im Sozialausschuss vertretene Stumptner abschließend.