StR Raml / KO Mahr: „Aktion scharf“ gegen neu angekommene Bettler-Banden

Illegale Bettler-Banden nicht mit eigenem Geld finanzieren

In Linz sind wieder neue Bettler-Banden aufgetaucht. „Das warme Wetter ist immer attraktiv für Bettler-Banden, um ihren illegalen Geschäften nachzugehen. Genauso wie in den letzten Jahren werden wir wieder entschlossen gegen illegale Bettelei vorgehen“, verspricht der Linzer Sicherheitsstadtrat mit dem Hinweis, dass das freiheitlich geführte Linzer Sicherheitsressort schon seit Jahren erfolgreich gegen die Bettel-Banden ankämpft. Mit einer ´Aktion scharf´ gehen Polizei, der städtische Erhebungsdienst und der Ordnungsdienst in den kommenden Tagen gegen die illegalen Bettler vor. „Das gemeinsame Vorgehen bewährt sich seit Jahren. Dabei wird alles im rechtlichen Rahmen Mögliche unternommen, um die Machenschaften zurückzudrängen. Neben den Schwerpunktkontrollen werden auch Zivilkontrollen durchgeführt. Ich appelliere auch an die Linzerinnen und Linzer, Bettlern kein Geld zu geben! Sie dürfen die gut gemeinten Spenden in den meisten Fällen nicht behalten, sondern müssen sie an ihre Hintermänner abgeben. Die meisten Bettler verüben ihre Tätigkeit nicht freiwillig, sondern sind in Clans organisiert und werden unter dramatischen Umständen dazu gezwungen. Bitte unterstützen Sie diese Machenschaften nicht!“, appelliert der Sicherheitsstadtrat an die Bevölkerung.

Betteln ist in Linz nur an gewissen Orten und unter gewissen Umständen erlaubt. So gilt in der Innenstadt ein sektorales Bettelverbot, worin etwa der Hauptplatz, der Taubenmarkt und weitere Plätze bzw. Straßen inbegriffen sind. Gleichzeitig ist etwa aggressives Betteln oder Betteln mit Kindern verboten. Auf Märkten und Veranstaltungen ist das Betteln grundsätzlich untersagt. Der Ordnungsdienst und die Polizei kontrollieren diese Bestimmungen konsequent.

Seit letztem Jahr setzen die Bettler auf eine neue Masche: Sie schlafen in Autos und nicht länger in illegalen Zelt-Camps, um schwieriger erkannt zu werden. Aktuell wurden sie in der Anzengruberstraße gesichtet. Rund um die Autos liegen Müll und Fäkalien. (siehe beigefügte Fotos) „Nachdem wir durch unsere konsequente Vorgehensweise alleine letztes Jahr 43 Lager geräumt haben, sind die Bettler nun auf Autos ausgewichen. Natürlich haben wir auch das schnell durchschaut und sofort reagiert“, informiert Raml, der gemeinsam mit Klubobmann Herwig Mahr die notwendige gesetzliche Verschärfung auf Landesebene initiiert hat. „Auf gemeinsame freiheitliche Initiative aus Stadt und Land soll es im Herbst zur Novellierung des Campinggesetzes kommen. Dadurch werden wir das Wild-Kampieren von illegalen Bettlern unter Strafe stellen können. So wird auch der neuen Bettler-Masche der Garaus gemacht“, betonen Mahr und Raml.

„Kriminelle Bettlerclans sind in unserem Heimatland nicht willkommen. Mit dieser Verschärfung bekommen unsere Sicherheitsbehörden das notwendige Rüstzeug, um wirksam gegen die meist ausländischen Banden vorgehen zu können“, sagt Klubobmann Mahr abschließend, das daraus vor allem die städtische Regionen Oberösterreichs einen Nutzen ziehen werden.