Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml: Eingeschränkte Beleuchtung darf Sicherheit auf Straßen nicht gefährden

Smarte bzw. situative Beleuchtung wäre sinnvoller

„Energiesparen ist auch in Nicht-Krisenzeiten wichtig. Allerdings darf die Sicherheit für Verkehrsteilnehmer und Passanten nicht durch übereilten Aktionismus leiden“, warnt der Linzer Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml angesichts der geplanten Einschränkung der öffentlichen Beleuchtung in der Landeshauptstadt, die Bürgermeister Luger und Verkehrsreferent Hajart heute angekündigt haben. „Schlecht beleuchtete Straßenzüge und Plätze sind Angsträume. Daher ist eine besondere Sensibilität gefragt, wenn es darum gehen soll, Krisenpläne hinsichtlich der Straßenbeleuchtung auszuarbeiten. Sicherheit steht vor Symbolpolitik!“

Raml erinnert daran, dass erst im Jänner ein freiheitlicher Antrag hinsichtlich einer smarten bzw. situativen Beleuchtung von SPÖ, ÖVP und Grünen im Gemeinderat abgelehnt wurde. „Einerseits sollte dadurch Energie eingespart werden, andererseits würde eine entsprechende Verkehrssicherheit durch ausreichende Beleuchtung für alle Verkehrsteilnehmer sichergestellt bleiben. Im Rahmen dieses Konzepts werden Straßenleuchten mit Bewegungssensoren ausgestattet. Diese registrieren, ob sich in seinem Überwachungsbereich ein Verkehrsteilnehmer bewegt. Befindet sich kein Fußgänger oder Fahrzeug auf der Straße, wird das Licht bis auf 15 % der normalen Leuchtkraft abgeblendet. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass durch diese Maßnahmen, in Kombination einer flächendeckenden Umstellung auf LED-Beleuchtung, ein Einsparpotential von 80 % der zur Beleuchtung aufgewendeten Energie erreicht werden könnte“, erklärt Raml und hofft, dass dieses Konzept zumindest mittelfristig umgesetzt wird, wo auch andere Parteien das Thema Energiesparen entdecken haben.