Schrangl/Raml decken auf: Jugendkriminalität in Linz dramatisch gestiegen

Jugendstrafrecht verschärfen, Gewaltprävention verstärken

Dramatische Entwicklungen zur Kriminalität unter Kindern und Jugendlichen zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage, die vom freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Phillip Schrangl eingebracht wurde. Die Zahl der Körperverletzungen in Linz, begangen durch Kinder und Jugendliche, stieg von 2017 auf 2019 um unglaubliche 121% an. Diebstähle durch Kinder und Jugendliche stiegen im selben Zeitraum um 111% auf insgesamt 534 Delikte. Die Anzahl der begangenen Raube hat sich von 2018 auf 2019 fast verdreifacht, von 2017 auf 2019 sogar mehr als verfünffacht!

„So kann es nicht weitergehen! Justizministerin Zadic muss das Jugendstrafrecht verschärfen. Die Devise muss lauten: Spürbare Konsequenzen schaffen und rechtzeitig darüber aufklären! Gerade bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund besteht dringender Handlungsbedarf, wie die Erfahrung zeigt“, erklärt Sicherheitsstadtrat Michael Raml. „Dieses Problem bin ich offensiv angegangen. Daher habe ich im Herbst 2019 eine Sicherheitskonferenz einberufen, um die beteiligten Akteure der Polizei, der Schulen und aus dem Sozialbereich an einen Tisch zu bringen. Ich unternehme alles, was im Rahmen meiner gesetzlichen Gegebenheiten möglich ist, aber für die strafrechtlichen Konsequenzen sind die Bundesregierung und der Nationalrat zuständig. Spürbare Konsequenzen für straffällige Jugendliche müssen für Abschreckung sorgen, denn allzu oft haben wir es mit ‚geübten‘ Tätern zu tun, die weder Polizei noch das lasche Strafrecht fürchten. Wir müssen gerade ihnen einen Riegel vorschieben“, fordert der Sicherheitsstadtrat.

Vor allem Schulen sind oftmals Brennpunkte der Jugendkriminalität. Stadtrat Raml appelliert, auch an die Opfer zu denken. „Deshalb muss dort verstärkt präventiv gearbeitet werden. Bei der Sicherheitskonferenz beauftragten wir das Sozialressort mit der Ausarbeitung eines Gewaltpräventions-Programms an Schulen. Ergebnisse gibt es leider noch immer nicht. Mir wurde dort letztens eine Auskunft über den aktuellen Projektstand verweigert. Sozialreferentin Karin Hörzing muss endlich Ergebnisse liefern, die ihr Sozial- und Jugendamt seit Monaten ausarbeitet“, so der Sicherheitsstadtrat.

„Diese Entwicklungen der Jugendkriminalität ist wahrlich besorgniserregend. So kann das nicht weitergehen. Die türkis/grüne-Bundesregierung und allen voran die Grüne-Justizministerin Alma Zadic müssen hier ganz klar entgegensteuern. Wirksame Maßnahmen müssen gesetzt werden, damit nicht nur in Linz, sondern in ganz Österreich der Jugendkriminalität Einhalt geboten wird“, ergänzt der Nationalratsabgeordnete Philipp Schrangl.

Quelle: Anfragebeantwortung von BMI Karl Nehammer an NAbg. Philipp Schrangl