ÖH soll endlich wieder ihre Aufgabe als Servicestelle für Studenten übernehmen

Zu den aktuellen Vorkommnissen an der Johannes-Kepler-Universität Linz, wonach der Hörsaal 1 von Studenten besetzt wurde, stellte heute der Landesvorsitzende des Ringes Freiheitlicher Studenten (RFS) und designierte Linzer FPÖ-Gemeinderat Michael Raml fest: „Anstatt die Bildung zu verbessern, wird mit dieser Vorgehensweise der Betrieb an der Universität noch zusätzlich aufgehalten. Denn bereits jetzt herrscht ja bekanntlich ein Platzmangel an der Linzer Uni.“ Nachsatz: „Wenn schon Proteste, dann an einem Ort, wo der Betrieb der Universität nicht gestört wird. Zu Recht herrscht unter den Linzer Studenten, die in ihrem Studium durch die Protestaktionen aufgehalten werden, großer Unmut.“

Raml kritisierte in diesem Zusammenhang das Vorgehen der verantwortlichen Studentenvertreter: „Laut Medienberichten verursacht ein Tag des Streiks an der Universität Wien Kosten in Höhe von 16.000 Euro – dieses Geld könnte man sinnvoller investieren, etwa notwendige Lehrmittel und Bücher ankaufen!“, so der RFS-Landesvorsitzende, der in diesem Zusammenhang nicht mit Kritik an der Linzer ÖH-Führung spart: „Die VSStÖ, also die SPÖ-nahe Studentenvertretung und die nach eigenen Angaben unabhängige ÖSU wären gut beraten, sachliche Gespräche mit der Bundesregierung zu führen. Das wäre wesentlich sinnvoller, als gegen die eigene Partei zu demonstrieren und protestieren und Studenten zu instrumentalisieren und aufzuhetzen.“

„Alles in allem beweist das Vorgehen der ÖH auch an der Linzer Johannes-Kepler-Universität erneut, dass die Österreichische Hochschülerschaft ihre Aufgabe als Servicestelle für Studenten ignoriert. Die äußerst geringe Wahlbeteiligung von letztens unter 30 Prozent hat das bereits deutlich untermauert. Anstatt unnötige Kosten auf Lasten der Allgemeinheit der Studierenden durch derartige Aktionen zu produzieren und lernwillige Studenten in ihrem Studium zu blockieren, sollten die Studentenvertreter das Gespräch mit den zuständigen Stellen im Bund suchen“, forderte Raml abschließend.