Raml: Wer anderen Menschen hilft, hat sich besten Schutz des Strafrechts verdient

Sicherheits- und Gesundheitsstadtrat Michael Raml zu aktueller Gewaltstudie: „Die steigende Aggressivität gegenüber Spitalspersonal ist absolut inakzeptabel. Deshalb braucht es dafür harte und spürbare Konsequenzen. Wer gewalttätig wird, muss strenger bestraft werden und soll für seine Behandlungskosten selbst aufkommen müssen. Die Gewaltentwicklung in Spitälern verschlimmert Ärzte- und Pflegemangel vor allem in Städten noch weiter.“

„Für Angriffe gegen Ärzte oder Pfleger habe ich keinerlei Verständnis. Gewalttätige Patienten müssen harte und abschreckende Konsequenzen spüren. Ich trete deshalb für eine deutliche Verschärfung der Strafen bei Angriffen gegenüber Ärzten und Pflegepersonal ein. Gleichzeitig halte ich es nur für angemessen, dass jene Patienten, die das Pflegepersonal angreifen, für ihre Behandlung selbst bezahlen müssen und nicht länger die Versicherung“, fordert der freiheitliche Linzer Sicherheits- und Gesundheitsstadtrat Michael Raml spürbare Maßnahmen zum Schutz des Krankenhauspersonals. Laut einer aktuellen Studie zu Gewalt gegenüber Pflegekräften geben 77 Prozent der Befragten an, bereits Opfer von Gewalt durch Patienten geworden zu sein. Die Corona-Pandemie scheint die Aggression noch zu verschlimmern. „Wer anderen Menschen hilft, hat sich besten Schutz des Strafrechts verdient. Es ist sehr besorgniserregend, dass die Helfer solchen Gefahren ausgesetzt sind. Deshalb müssen schnell konsequente Maßnahmen geschaffen werden!“, unterstreicht Raml.

Mangel an Ärzten und Pflegekräften 

„Wenn jemand betrunken einen Autounfall verursacht, steigt die Versicherung aus“, zieht Raml einen Vergleich: „Warum soll dann die Krankenversicherung, und damit alle braven Beitragszahler, für einen aggressiven Patienten aufkommen? Aufgrund solcher Entwicklungen ist es leider nicht verwunderlich, dass der Ärzte- und Pflegermangel immer größer wird. Vor allem Städte, so wie auch Linz, haben damit zu kämpfen. Doch gerade in urbanen Zentren hat man oftmals auch mit ´schwierigeren´ Patienten zu tun. Dass sich viele Ärzte dann für einen anderen Standort oder ein anderes Betätigungsfeld entscheiden, ist leider wenig überraschend.“