Raml: Wer alt genug für ein Verbrechen ist, ist alt genug für eine Strafe

Herabsetzung der Strafmündigkeit nötig

Der Polizei ist kürzlich die Aushebung einer beispiellosen kriminellen Kinder- und Jugendbande gelungen. Acht der insgesamt 43 Beschuldigten sind unter 14 Jahre alt. Um sie kann sich mangels Strafmündigkeit nur das Jugendamt und nicht das Gericht kümmern. „Seien wir uns ehrlich: Dass sich Sozialarbeiter um die kriminellen Burschen annehmen wird nicht viel bringen. Ihnen muss mit der Härte des Gesetzes entgegengetreten werden! Durch gutes Zureden werden sie ihrer Bande nicht den Rücken kehren. Nur wenn sie frühzeitig spürbare Konsequenzen für ihr Handeln erfahren, kann sich etwas ändern“, ist der freiheitliche Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml überzeugt. Sein Credo: „Wer alt genug für ein Verbrechen ist, ist alt genug für eine Strafe!“

„Polizisten bestätigen mir regelmäßig, dass ihnen oft 12- oder 13-jährige Straftäter frech ins Gesicht lachen, weil sie ganz genau wissen, dass ihnen das Gesetz nichts anhaben kann“, erzählt Raml. „Für die Beamten ist das natürlich ernüchternd. Ihnen sind die Hände gebunden und treffen die selben Täter immer wieder an. Nur eine Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters kann hier helfen!“, so der Sicherheitsstadtrat. Ein zunehmendes Problem ist darüber hinaus die Altersfeststellung bei jungen Tätern. „Bei Asylwerbern ist eine genaue Altersfeststellung in zahlreichen Fällen nicht möglich. Sie geben deshalb oftmals an 11, 12 oder 13 Jahre alt zu sein, sind aber gleichzeitig Bartträger. Jeder kann sich dazu sein eigenes Bild machen. Ich für meinen Teil glaube, dass man das kritisch hinterfragen muss“, erklärt Raml und meint abschließend: „Ich appelliere eindringlich an die zukünftige Bundesregierung, die Strafmündigkeit um ein bis zwei Jahre herabzusetzen. Unter der schwarz-blauen Bundesregierung wurde die sicherheitspolitische Richtung neu und richtig eingeschlagen. Doch es gibt noch viel zu tun!“