Raml: Städtische Sozialarbeiter durch Sicherheitsschleuse schützen

Handeln, bevor es zu spät ist!

Im Februar diesen Jahres schockierte ein schrecklicher Vorfall ganz Österreich: Ein Asylwerber mit türkischer Staatsbürgerschaft ermordete den Leiter des Sozialamtes in Dornbirn auf kaltblütige Weise durch zahlreiche Messerstiche. „Damit sich so ein schrecklicher Vorfall wie in Dornbirn nicht auch in Linz ereignen kann, müssen schnell – und vor allem, bevor es zu spät ist – wirksame Maßnahmen ergriffen werden“, erklärt der freiheitliche Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml. „Die Mitarbeiter der Linzer Magistratsabteilung ´Soziales, Jugend und Familie´ – umgangssprachlich auch oft als Sozialamt bezeichnet ¬- setzen sich einem besonderen Risiko aus. Ihnen kommt nämlich oftmals die unangenehme Aufgabe zu, Menschen unerwünschte Nachrichten zu überbringen – etwa in Angelegenheiten der Mindestsicherung bzw. Sozialhilfe. Deshalb wird die freiheitliche Linzer Gemeinderatsfraktion in der nächsten Sitzung des Gemeinderates die Errichtung einer Sicherheitsschleuse vor den Räumlichkeiten des ´SJF´ beantragen!“

„Die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck ist diesbezüglich bereits mit gutem Beispiel vorangegangen. Sie hat für das städtische Sozialamt rechtzeitig entsprechende Sicherheitsvorkehrungen geschaffen. So wurde eine Sicherheitsschleuse errichtet, durch deren Einsatz alleine im ersten Monat rund 130(!) Messer und andere gefährliche Gegenstände entdeckt und abgenommen werden mussten“, informiert Raml. „Diese Zahl beweist sowohl die Wirksamkeit als auch die dringende Notwendigkeit einer solchen Sicherheitseinrichtung!“

Oftmals kommen Personen, die Dienste von Sozialämtern bzw. –abteilungen in Anspruch nehmen, aus einem schwierigen sozialen Umfeld. Auch neigen sie teilweise zu aggressivem Verhalten – gerade dann, wenn ihnen beispielsweise Sozialleistungen nicht genehmigt werden. „Solche Umstände können zu bedrohlichen Situationen führen. Deshalb müssen wir unsere Mitarbeiter selbstverständlich bestmöglich schützen. Wir müssen handeln, und zwar bevor es zu einem tragischen Vorfall kommt!“, so der Sicherheitsstadtrat abschließend.