Raml: Reform der Gartenschutzverordnung soll Kindern ihre Spielplätze zurückgeben

Neue Verhaltensregeln sollen Linzer Parks wieder zum Erholungsgebiet machen

„Es ist ein untragbares Phänomen, dass sich gerade an Kinderspielplätzen quer durch das ganze Stadtgebiet – meist ausländische – Jugendgruppen versammeln und diese Einrichtungen in Beschlag nehmen. Viele Familien meiden daher mittlerweile bereits Spielplätze. Anrainer klagen über Lärmbelästigungen, die nicht von herumtollenden Kindern, sondern zu Abendstunden von Jugendgruppen ausgehen“, berichtet der Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml. Er fordert: „Kinderspielplätze müssen wieder den Kindern, ihren Eltern und Betreuungspersonen gehören. Herumlungernden Gruppen soll der dortige Aufenthalt verboten werden!“ Der Sicherheitsausschuss berät derzeit die Überarbeitung der 40 Jahre alten Gartenschutzverordnung. In dieser Verordnung sind Verhaltensregeln für Linzer Parks und Spielplätze festgeschrieben. Derzeit ist etwa vorgeschrieben, dass keine gefährlichen Gegenstände (z.B. Glasscherben) hinterlassen werden dürfen. „Ich werde unter anderem eine Schutzbestimmung für Kinderspielplätze
 vorschlagen“, kündigt der Sicherheitsstadtrat an. Der Sicherheitsausschuss hat sich darauf geeinigt, dass alle Fraktionen bis Ende November Vorschläge einbringen sollen, wie die Gartenschutzverordnung neu geregelt werden soll.

Neben der Reform der Gartenschutzverordnung setzt Stadtrat Raml auch weitere Schritte zur Sicherheit in unseren Parks: „Wir haben die notwendige behördliche Dokumentation von Missständen sowie die Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen eines Alkoholverbotes für die aktuellen ´Problemparks´ Volksgarten, Schillerpark und GWG-Park in die Wege geleitet. Wie der Hessenpark eindrücklich zeigt, hat die jahrelange freiheitliche Initiative für ein dortiges Alkoholverbot, welches schließlich 2018 eine Mehrheit in der Linzer Politik gefunden hat, große Wirkung erzielt und den Park wieder zur Familienoase gemacht. Es ist höchste Zeit, dass auch die anderen Parks wieder zur Erholung dienen“, so Raml abschließend.