Raml: Nahezu jede zehnte Hausarzt-Kassenstelle in Linz unbesetzt!

Linzer Gesundheitsstadtrat fordert von Minister Anschober bundesweite Strategie gegen Ärztemangel

„Die aktuelle Corona-Krise zeigt eindrücklich, wie wichtig ein gut funktionierendes Gesundheitssystem ist. Ausreichend Gesundheitspersonal und vor allem genug Ärzte sind die Basis dafür. Leider ist fast jede zehnte Hausarzt-Stelle in Linz unbesetzt. Gleichzeitig wandern jedes Jahr etwa 40% der Absolventen eines Medizinstudiums ins Ausland ab. Hier muss sich unbedingt rasch etwas ändern“, fordert der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml den zuständigen Bundesminister Rudolf Anschober erneut auf, endlich tätig zu werden. „Es braucht eine bundesweite Strategie, wie der Ärztemangel gelöst werden kann. In zehn Jahren ist es zu spät! Der Gesundheitsminister sollte deshalb dringend mit der Ärztekammer in einen intensiven Austausch treten, was unsere Republik tun kann, um fertig ausgebildete Mediziner im Land zu behalten. Die Interessenvertretung sollte die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Mitglieder am besten kennen.“ 

Der Hausärztemangel stellt nicht nur in Pandemie-Zeiten große Probleme dar. „Gibt es zu wenig Ärzte, hat das verheerende Folgen. Patienten können sich nicht mehr auf eine ausreichende Gesundheitsversorgung verlassen. Die verbliebenen Ärzte und die Krankenhäuser werden überlaufen. Am Ende leiden alle Patienten unter den für sie erschwerten Bedingungen. Auch das Gesundheitspersonal wird über seine Maßen beansprucht, was den Mangel nur weiter vorantreiben wird“, informiert der Gesundheitsstadtrat über die möglichen Folgen für die Bürger. „Auch, wenn der Gesundheitsminister mit Corona sehr gefordert oder gar überfordert ist, darf auf den Ärztemangel nicht vergessen werden. Ein Virus darf nicht alle anderen, wichtigen Agenden vergessen lassen.“