Raml: Lösungsstrategien für vielfältige Problemlagen auch abseits von Corona gefordert

FP-Raml an Gesundheitsminister Mückstein: „Die Folgeschäden der Coronazeit sind noch nicht absehbar, werden aber weitreichend sein und viel Planungsarbeit und Geld kosten. Ich erwarte mir vom neuen Gesundheitsminister einen Plan zur Stärkung der medizinischen Versorgung sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum. Generell ist eine neue gesundheitspolitische Agenda des Bundes überfällig.“

Der freiheitliche Gesundheitsstadtrat Michael Raml gibt dem neuen Bundesgesundheitsminister Dr. Wolfgang Mückstein gleich zu seinem Einstand einiges an Hausaufgaben mit: „Corona hat nicht nur die Wirtschaft und die Bildung, sondern auch die Gesundheitspolitik im Bund und den Ländern weitgehend blockiert. Die Folgeschäden der Coronazeit sind noch nicht absehbar, werden aber weitreichend sein und viel Geld kosten. Deshalb muss der neue Gesundheitsminister umgehend danach trachten, eine langfristige Planung aufzustellen, in der ein moderner und umfassender gesundheitspolitischer Leistungskatalog eine zentrale Rolle spielen muss.“ Raml betont, dass während Corona vor allem Fälle von Diabetes, Adipositas, aber auch Depressionen stark angestiegen sind, die direkte Folgewirkungen der Dauer-Lockdowns darstellen. Dem müsse man in der gesundheitspolitischen Planung der Zukunft Rechnung tragen. 

Mangel an niedergelassenen Haus- und Fachärzten muss dringend behoben werden

Raml weiter: „Mittlerweile müssen viele Landsleute monatelang auf einen Termin beim Facharzt warten, Hausärzte nehmen oftmals überhaupt keine neuen Patienten mehr auf. Der Mangel an niedergelassenen Haus- und Fachärzten muss gerade in Oberösterreich endlich behoben werden. Ich erwarte mir vom neuen Gesundheitsminister einen Plan zur Stärkung der medizinischen Versorgung sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum. Hausapotheken und Telemedizin sind dabei einzubeziehende Parameter.“ Die Stadt Linz und die Linzer Ärzte hatten in der Coronakrise in vielen Bereichen selbstverständlich und umfassend Versorgungsleistungen auch für zahlreiche Nicht-Linzer übernommen, so der Gesundheitsstadtrat. „Als Landeshauptstadt ist das eine Selbstverständlichkeit, dennoch empfehle ich, dringend zu einer flächendeckenden, dezentralen Versorgung mit niedergelassenen Ärzten zurückzukehren. Die Stadt Linz nimmt selbstverständlich weiterhin ihre Rolle als gesundheitspolitischer Motor des Landes wahr und erarbeitet Strategien für die Zukunft der Gesundheitsvorsorge und der Gesundheitsversorgung“, betont Raml.