Raml: Linzer Partnerstadt Budweis bestätigt Probleme durch Gastro-Rauchverbot

Lärm, Gestank, Glasscherben auf Straßen drohen auch in Linz
 
Bei einem Besuch bei der Budweiser Stadtpolizei informierte sich der Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml unter anderem über die Folgen des generellen Rauchverbots in der Gastronomie. Die ab 1. November in Österreich geltende Regelung ist in Tschechien bereits seit rund zwei Jahren Realität. Bei einem Austausch mit Budweis zeigte sich: „Das generelle Rauchverbot sorgt in unserer tschechischen Partnerstadt für massive Probleme. Beschwerden von Anwohnern über Lärm, Gestank rund um Bars und Diskotheken stehen auf der Tagesordnung. Konflikte zwischen betrunkenen Lokalgästen werden auf offener Straße ausgetragen, die Türsteher mischen sich meist nicht mehr ein“, erfuhr der Linzer Sicherheitsstadtrat und warnt: „Die Leidtragenden sind unsere Wirte! Das Rauchverbot führte in Tschechien zu zahlreichen Beschwerden gegen Lokale. Als Konsequenz verkürzen viele ihre Öffnungszeiten. Kürzere Öffnungszeiten führen natürlich zu weniger Einnahmen. Das Wirtesterben ist ebenso vorprogrammiert wie Anrainerbeschwerden. Diese Probleme, vor denen wir Freiheitlichen schon immer warnen, werden wir auch in Linz bekommen!“

Raml fordert: „Zum Schutz unserer Bewohner muss die von Schwarz-blau beschlossene Regelung – kein absolutes, sondern nur ein partielles Rauchverbot – beibehalten werden. Sogar der österreichische Verfassungsgerichtshof hat diesen Mittelweg als rechtskonform bestätigt. Linz und anderen Städten drohen sonst die selben Verhältnisse, von denen ich mich gemeinsam mit dem Ordnungsdienst in Budweis überzeugen musste: Lärm, Gestank und Glasscherben rund um Lokale.“