Raml fordert Sicherheitsschleusen für Linzer Rathäuser

Besorgniserregender Lokalaugenschein durch Sicherheitsstadtrat

Kürzlich besuchte Sicherheitsstadtrat Michael Raml die Mitarbeiter der Linzer Sozialabteilung, in der beispielsweise die Mindestsicherung gewährt oder gekürzt wird. Der Lokalaugenschein war besorgniserregend. „Mitarbeiterinnen erzählten mir von persönlich erlebten Schreckenssituationen. Viele Mindestsicherungsbezieher werden aggressiv oder sind extrem unhygienisch. Die Sachbearbeiter sind von den „Kunden“ nur durch einen Schreibtisch, der um ein paar Zentimeter verbreitert wurde, getrennt. Keine Sicherheitsschleuse, kein Sicherheitspersonal – nicht einmal eine Glasscheibe, wie bei jedem einfachen Ticketschalter, schützt die Mitarbeiter. Freiwerdende Stellen können offenbar nur mehr durch externe Neuzugänge besetzt werden, weil die Abteilung aufgrund der schwierigen Kundschaft und der potentiellen Gefährdung magistratsintern verschrien ist,“ deckt Raml auf.

Seit Juli 2019 wurden an der Sicherheitsschleuse im Landesdienstleistungszentrum bereits über 5.000 (!) gefährliche Gegenstände, darunter alleine etwa 2.000 Messer, sichergestellt. Alle Bezirkshauptmannschaften werden sukzessive abgesichert. „Auch die Stadt Linz muss seine Mitarbeiter vor Übergriffen schützen! Wir dürfen nicht das einzige offene Einfallstor für Wahnsinnige bleiben!“ fordert Raml die zuständige SP-Liegenschafts- und Personalstadträtin Regina Fechter zum Handeln auf. Bis zur Errichtung der Sicherheitsschleusen sollen besonders gefährdete Mitarbeiter – etwa bei der Mindestsicherung – zumindest durch bruchsichere Glasscheiben geschützt werden.