Krendl: Schwarz-Rot verunglimpfen Frauenpreis

Stimmverhalten in der Preisjury der Linzer Auszeichnung hinterlässt bitteren Beigeschmack 

„Das Stimmverhalten der ÖVP in der Preisjury des diesjährigen Frauenpreises wirft Fragen auf. Für mich völlig unverständlich ist, wie man in den Reihen der ÖVP für eine Organisation stimmen kann, welche auf Bundes- und Landesebene gegen von ÖVP geführte Regierungen demonstriert hat. Das lässt den Schluss zu, dass man sich in den Reihen der Volkspartei nicht mehr sicher ist, wofür man eigentlich steht“, so die freiheitliche Linzer Gemeinderätin Martina Krendl. Die Preisjury setzt sich aus Vertretern aller im Gemeinderat vertretenden Parteien zusammen. Diese Vertreter stimmen über die eingereichten Vorschläge ab. Teile der ÖVP und SPÖ hatten jedoch nicht nur für den Sieger, den Sportverein Union Kleinmünchen, gestimmt, sondern auch für die zeitweise als linksextremistisch eingestufte Organisation „Omas gegen Rechts“.

„Dass Vertreter von Parteien, welche nicht müde werden, das Demokratieverständnis der FPÖ zu hinterfragen, für eine Vereinigung alter, in linksextremen Ideen verkrachter Frauen – geeint durch ihren kruden Hass auf alles, was ihrer Meinung nach als politisch rechts eingestuft wird – stimmen, ist nichts anderes als eine Verunglimpfung dieses Preises. Reale frauenpolitische Erfolge dieser Gruppe, abgesehen von medialer Aufmerksam in Folge ihrer Einstufung als ‚linksextrem‘, sind nicht erkennbar“, so Krendl weiter. „Für mich ist dieser Zickzack-Kurs von ÖVP und SPÖ in keinster Weise nachvollziehbar. Diese ergießen sich in Lobhudelei, wenn es um ‚frischen Wind‘ und um ‚fortschrittliche Ansätze‘ in der Frauenpolitik geht. Wird es dann aber konkret, sticht Ideologie die Vernunft. Hier gibt es definitiv Erklärungsbedarf, insbesondere aufseiten der angeblich so bürgerlichen ÖVP“, so Krendl abschließend.