Klitsch: ÖVP will € 190.000 für Ungehorsam – FPÖ ist „ungehorsam“ und stimmt dagegen

Hohe Kulturausgaben nicht über Sparpaket finanzieren, sondern durch Eintritts- und Sponsorengelder

„Auf Antrag von ÖVP-Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer soll eine neu gegründete ‚Schule des Ungehorsams‘ heute im Gemeinderat mit € 190.000,- an Steuergeld beschenkt werden. Leider klingt das nicht nur wie ein verspäteter Faschingsscherz“, kritisiert FPÖ-Gemeinderätin Ute Klitsch: „Gerade in Zeiten, wo zum Beispiel im Kulturbereich bei Stadtbibliotheken, im Sportbereich bei Förderungen und Mäharbeiten sowie im Sozialbereich bei Fördertarifen gespart wird, sind solche Geschenke sehr vermessen.“

Die Menschen müssen aufgrund der Inflation jedes Jahr mehr zahlen, damit die öffentlichen Finanzen gesichert bleiben. „Solche Luxus-Ausgaben sind daher nicht ‚ungehorsam‘, sondern völlig unangebracht. Wenn genügend Menschen eine solche ‚Schule‘ als Kulturprojekt wollen, kann sie ja über Spenden, Eintritts-und Sponsorengelder  finanziert werden. Der hohe Bekanntheitsgrad des Linzer Karikaturisten Gerhard Haderer ist mehr als dienlich, um ausreichend Sponsoren und Kunstmäzene gewinnen zu können, anstatt mit Steuergeld über Wasser gehalten zu werden“, so Klitsch. Inhaltlich lächerlich ist, dass die ÖVP sonst so tut, als würde sie sich für Sicherheit einsetzen, nun aber – wenn auch nur mit Augenzwinkern – „Ungehorsam“ mit viel Geld fördert, das anderswo fehlt.

Auf den Punkt gebracht findet Klitsch: „Entweder wir müssen sparen, dann können wir uns solche ‚Späße‘ einfach nicht leisten. Selbst wenn wir aber nicht sparen müssten, wäre das Geld wahrscheinlich in der Förderung für junge, noch weniger bekannte Künstler ohne ‚populären‘ Umweg oder als Förderung für die Linzer Universitäten besser aufgehoben. Die Schule des Ungehorsams möchte keine ‚Ja-Sager‘ in unserer Gesellschaft. Bitteschön, gerne. Wir Freiheitliche leben dies vor und sagen NEIN zu diesem Antrag“, so Klitsch abschließend.