Klitsch: Kulturausschuss muss zur Normalität zurückfinden

Kritik an nicht mehr nachvollziehbaren Methoden im Kulturausschuss der Stadt Linz

„Während die Beschränkungen im Zuge der Corona-Krise Schritt für Schritt gelockert werden, hält der städtische Kulturausschuss an nur mehr schwer zu argumentierenden Methoden fest. Die Notwendigkeit, Entscheidungen immer noch per Umlaufbeschluss aus der Ferne heraus herbeizuführen, ist nicht mehr nachvollziehbar“, erklärt die freiheitliche Gemeinderätin und Mitglied des Kulturausschusses Ute Klitsch.

Klitschs Kritik bezieht sich auf die beabsichtigte Aufstockung der Subventionen der Künstlervereinigung MAERZ für das Jahr 2020. Während bei regulären Ausschusssitzungen Diskussionen geführt und Demokratie aktiv gelebt werden kann, beharrt die Kulturstadträtin nach wie vor auf der Entscheidungsfindung mittels Umlaufbeschluss auf Distanz.

„Selbst der Gemeinderat kehrt nun zur Normalität zurück und hält die kommende Gemeinderatssitzung im Neuen Rathaus ab. Warum ist das bei einem wesentlich kleineren Ausschuss nicht möglich? Ausreichende große Räumlichkeiten sind sicherlich zu finden. Dennoch wurde noch nicht einmal die Möglichkeit einer Videokonferenz in Betracht gezogen“, so Klitsch weiter.
Dass die von den freiheitlichen vehemente, weil unverhältnismäßige, Erhöhung der Subventionen für die freie Kunstszene nun per Umlaufbeschluss herbeigeführt werden soll hat für Klitsch System.

„Ich kann aus dieser Situation nur zwei mögliche Erklärungen ableiten. Einerseits halte ich es möglich, dass die Verantwortlichen die Krise ausnutzen möchten, um unliebsame Diskussionen zu umsegeln. Andererseits hat man in der ÖVP möglicherweise Geschmack daran gefunden auch undemokratische Art und Weise zu arbeiten. Ich fordere die Zuständigen daher auf, endlich auch in politischen Gremien der Stadt zur Normalität zurückzukehren und endlich adäquate Formen der Sitzungen zu verwenden“, fordert Klitsch abschließend.