Kleinhanns zum „Tag der Muttersprache“: Deutsch muss oberste Priorität haben

FPÖ Fraktionsobmann Günther Kleinhanns: Am 21. Februar wird der Tag der Muttersprache begangen. Die negativen Auswirkungen einer als positiv vermarkteten Sprachvielfalt werden aber immer deutlicher. Kleinhanns appelliert: Muttersprache alleine ist heute zu wenig! Die deutsche Sprache muss immer als Muttersprache, zumindest aber als Zweitsprache gefördert werden!

Sprachen als Währung bei Arbeitsmarkt und Bildung

„In Linz sind derzeit über 100 Sprachen anzutreffen. Dies mag zwar bei politisch angehauchten Veranstaltungen ausschließlich als Vorteil vermarktet werden, in der Realität birgt dieser Umstand aber enorme Hausforderungen für Stadt und Gesellschaft. Denn Sprachen verhalten sich teilweise wie Währungen: Deren Kurswert ist gerade wie Deutsch oder Englisch auf einem Allzeithoch“, weiß der freiheitliche Fraktionsobmann Günther Kleinhanns.

Überbordende Vielsprachigkeit als Vorbote gesellschaftlicher Krisen

„Wird dieser Kurswert aber von überbordender Vielsprachigkeit unterwandert, bringt das im Regelfall Einbußen der Wirtschaftskraft, in der Ausbildung und bei den kulturellen Perspektiven mit sich. Diese Entwicklung ist in Linz leider deutlich zu beobachten: Unternehmen und Bildungseinrichtungen beklagen zusehends mangelhaftes Deutsch bei Migranten. Diese Art von Vielsprachigkeit auch noch indirekt mit städtischen Mitteln zu fördern, halte ich für ein falsches Signal und zutiefst unfair gegenüber jenen Migranten, die erhebliche Mühen in den Erwerb guter Deutschkenntnisse gesteckt haben“, kritisiert Kleinhanns.

Forderung nach Deutsch im Alltag nach wie vor aktuell

„Allen Unkenrufen zum Trotz hat die freiheitliche Forderung nach Deutsch im Alltag nichts an Aktualität verloren. Im Gegenteil, sie hat sogar an Relevanz deutlich zugenommen. Die Zahl der Migranten, die selbst in zweiter und dritter Generation kaum Deutschkenntnisse vorweisen können, spricht für sich. Ich fordere daher von der Stadt Linz endlich ein nachhaltiges Konzept, damit Deutsch, wenn auch als Zweitsprache neben irgendeiner Muttersprache, den vorrangigen Stellenwert in diesem, unserem Land, in dem unsere Sprache entstanden ist, und auch von dieser Sprache geprägt wurde, vor allem im Alltag und im Umgang mit allen Behörden und Einrichtungen, weiterhin behalten kann!“, fordert Kleinhanns.