Kleinhanns: Digitaler Bürgerservice schau.auf.linz.at geht still und leise offline

Schneller Draht zur Linzer Stadtverwaltung während Krise durchtrennt

Mit der Plattform schau.auf.linz.at verfügten die Linzerinnen und Linzer bisher über einen raschen Draht zur Linzer Stadtverwaltung. Auf dem kurzen Weg konnten so Probleme, Mängel und Verbesserungsmöglichkeiten auf digitalem Weg gemeldet werden. Nun wurde dieser Dienst still und leise offline genommen. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum gerade in Krisenzeiten ein Dienst eingestellt wird, der es unserer Stadtverwaltung ermöglicht, akute Probleme schneller zu erkennen und zu lösen. Die Stadt schneidet sich damit selbst einen wesentlichen Informationskanal ab. Die dort behandelten Probleme verschwinden damit nicht, sondern werden nur verschleppt und treten zu einem späteren Zeitpunkt mit weitaus gravierenderen Auswirkungen wieder zu Tage“, erklärt der freiheitliche Fraktionsobmann Günther Kleinhanns.

„Die schwache Ausrede für die Einstellung dieser Plattform ist die angebliche Überlastung der Mitarbeiter. Tatsächlich leisten viele städtische Mitarbeiter derzeit Außergewöhnliches und erhalten das notwendige System angesichts der Krise aufrecht. Ein Teil der Belegschaft in den Rathäusern wurde aber auch aus Sicherheitsgründen ins Homeoffice geschickt und hat derzeit freie Kapazitäten. Bei schau.auf.linz.at  kommen viele Fragestellungen auf, die auch von zuhause abgearbeitet werden könnten. Außerdem könnten so weiterhin wichtige Daten für den Linzer Krisenstab gesammelt werden“, führt Kleinhanns ergänzend aus.

Noch am 27.03. schrieb Bürgermeister Klaus Luger bezogen auf eine digitalen Museumsbesuch im Lentos »…viele Experten sind überzeugt: eine der positiven Auswirkungen der Coronakrise könnte in einem entkrampfteren Verhältnis zur Digitalisierung liegen…«  (siehe dazu: https://www.linz.at/medienservice/2020/202003_105616.php). „Es ist befremdlich, dass die Stadt in Krisenzeiten zwar die Ressourcen für ein erweitertes, digitales Kulturangebot aufbringt, aber essentielle Services wie schau.auf.linz.at nicht aufrechterhalten kann. Wünschenswert wäre, wenn auch hier ein ‚entkrampfteres Verhältnis‘ gelebt würde und die Stadt diesen wichtigen Service schnellstmöglich wieder aufnimmt“, fordert Kleinhanns abschließend.