Hein zu Lutz-Möbelhaus: Es geht um Stadtentwicklung an einer exponierten Stelle

Städtebauliche Empfehlungen dürfen auch nicht für potente Investoren fallen

Planungsreferent Markus Hein ist über die Reaktion der Firma Lutz doch ein wenig überrascht und meint dazu: „Diese Reaktion zeigt relativ deutlich, dass an einer städtebaulichen Gesamtlösung wenig Interesse besteht. Ich als zuständiger Planungsreferent habe aber nicht dafür zu sorgen, dass es für die Firma Lutz so bequem wie möglich wird – ich darf den Blick auf das große Ganze nicht verlieren und muss natürlich – wenn es sich um ein Projekt dieser Größenordnung handelt – die städtebauliche Bedeutung berücksichtigen.“ Wenn an einem derartig exponierten Standort zwei Projekte realisiert werden sollen (Stadion und Möbelhaus), müssen diese natürlich gemeinsam gedacht werden. Ein Kirchturmdenken hat noch nie zu überzeugenden Lösungen geführt.

Für Hein sind die Empfehlungen der städtebaulichen Kommission so zu werten, wie die Empfehlungen des Gestaltungsbeirats. Dies sollten auch alle politischen Mitbewerber entsprechend berücksichtigen. Zumal diese Empfehlungen genügend Spielraum bieten und bei einem guten Willen auch durchaus umsetzbar wären. Alles andere würde dieses Instrument für immer beschädigen. „Ich sage es ganz klar: ‚Es geht nicht darum, ein Projekt zu verhindern, sondern das Beste für Linz herauszuholen!“, so Hein.

„Ein echter Versuch – zumindest war es für mich nicht wahrnehmbar – diese Empfehlungen nur ansatzweise einzuarbeiten, die Knackpunkte zu diskutieren und die daraus resultierenden Synergieeffekte zu nutzen, wurde nicht unternommen. Natürlich können wir über gewisse Eckpunkte diskutieren, ein Zurück zum ursprünglichen Projekt ist für mich mit Sicherheit keine Option, das wäre städtebaulich für die Stadt Linz nicht zielführend und würde außerdem die Autorität der Stadt untergraben!“, so Hein abschließend.