Stadtentwicklung braucht kreative Ideen und keine verordnete Planwirtschaft á la DDR

HeinDie mediale Kritik an der Linzer Stadtplanung, dass diese nicht existiert – sogar von Wildwuchs wird gesprochen – weist der zuständige Planungsreferent StR Markus Hein zurück: „Ich verstehe diese pauschale und noch dazu anonyme Kritik nicht wirklich. Linz hat beispielsweise ein örtliches Entwicklungskonzept, welches erst vor wenigen Jahren erneuert wurde. Ich vermute, dass sich der Kritiker aber mit diesem nicht auseinandergesetzt hat!“

Erst im Jahr 2013 hat der Linzer Gemeinderat den neuen Flächenwidmungsplan mit dem örtlichen Entwicklungskonzept beschlossen. Eine eingehende Grundlagenerhebung ging der Erstellung natürlich voran. Das örtliche Entwicklungskonzept der Stadt Linz besteht aus dem Funktionsplan, den Themen-, Ziel- und Maßnahmenkatalogen, Baulandkonzept, Grünland- und Verkehrskonzept. „Innerhalb dieser Vorgaben brauchen wir aber auch die vielen Ideen unserer Baupartner. Ein von oben und vielleicht sogar zu eng verordnetes Korsett á la DDR-Planwirtschaft würde die Kreativität vieler Architekten im schlimmsten Fall sogar einschränken“, argumentiert Hein.

Auch den angeprangerten Wildwuchs will der freiheitliche Planungsreferent  so nicht im Raum stehen lassen. Linz hat mehrere Kontrollinstanzen, angefangen von der Planungsvisite, dem Gestaltungsbeirat (oder Wettbewerb) und schlussendlich dem Gemeinderat, um diesen eben zu verhindern. Bevor eine Umsetzung beginnen kann, wird jedes neue Projekt  genau geprüft, ob alle Kriterien der städtischen Planung erfüllt sind. “Ich verstehe schon, dass nicht jeder mit der städtischen Entwicklung zufrieden ist, das liegt aber in der Natur der Sache. Wenn es aber konkrete Verbesserungsvorschläge gibt, sollten diese anstelle einer pauschalen Kritik genannt werden“, ersucht Hein abschließend.