Hein zu „Baiers-Baum-Masterplan“: Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube

Wenn Parkplätze wegfallen müssen, fehlt Grünreferent Vbgm Baier der Mut, Bäume zu pflanzen

Vielversprechend klingt der Titel „Experten-Team aus Wien arbeitet an österreichweit erstem „Baum-Masterplan“ der heutigen Pressekonferenz von Vizebürgermeister Bernhard Baier. Die Erstellung eines neuen ‚Baum-Masterplans‘ ist für Vizebürgermeister Markus Hein aber nur ein Spiel auf Zeit: „Ein neues Papier hätte es nicht gebraucht. Seit 2015 gibt es bereits ein städtisches Baumpflanzkonzept, das im Zuge der Datenerhebung für den Grünflächenplan erarbeitet wurde. Darin enthalten sind Vorschläge jener Straßen, in denen entlang von bestehenden Grünverbindungen Baumreihen zu ergänzen oder neu zu pflanzen sind.“

„Es ist bedauerlich, dass das Planungsgebiet des neuen „Baum-Masterplans“ bereits beim Bahnbogen endet. Wichtige Einfallstraßen, wie beispielsweise die Wiener Straße, werden ausgespart! Da würde das bereits vorhandene städtische Baumpflanzkonzept wesentlich weitergehen“, so Hein.

Selbst beim reduzierten „Baum-Masterplan“  von Vbgm Baier glaubt Hein aber nicht an eine konsequente und mutige Umsetzung: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube! Acht neue Bäume in der Stockhofstraße haben den Grünreferenten – weil Parkplätze wegfallen – bereits zum Einknicken gebracht. Ein neuer ‚Baum-Masterplan‘ hat keinen Mehrwert, wenn der Mut zur Umsetzung fehlt. Schreiben und planen kann man vieles – Papier ist geduldig – was letztlich zählt, sind umgesetzte Pflanzungen.“