Hein: Zahlreiche Erweiterungen in der Radinfrastruktur sind geplant

Neben mehr Radabstellplätzen wird es auch neue Radwege geben

Von der Idee, das Radbudget auf eine Million Euro jährlich zu erhöhen, hält der zuständige Infrastrukturstadtrat Markus Hein wenig: „Speziell in Zeiten knapper Budgets würde es nicht viel Sinn ergeben, denn die Gefahr, dass auch für weniger wichtige Projekte das Geld um jeden Preis ausgegeben wird, ist zu groß. In anderen Bereichen würden diese Mittel dann abgehen.“ Für Hein ist es wesentlich vernünftiger, vorher einzelne Projekte zu entwickeln, das dafür benötigte Budget gemeinsam mit dem Finanzreferenten aufzustellen und danach mit der raschen Umsetzung zu beginnen. Infrastrukturstadtrat Hein verrät auch einige Projekte inklusive der groben Zeitpläne, an denen gerade parallel gearbeitet wird:

  • Bessere Anbindung des Mühlkreisbahnhofs an das Linzer Radnetz (2018/2019)
  • Ausbau der Bike&Ride-Anlage am Mühlkreisbahnhof – Verträge mit ÖBB/Land/Stadt sind bereits unterzeichnet (Start voraussichtlich 2019)
  • Realisierung eines Nord-/Süd-Radhighways im Osten von Linz (Machbarkeitsstudie Brücke ist bereits abgeschlossen; Planungen laufen gemeinsam mit Land OÖ; Realisierung hängt noch von Privaten ab, da das öffentliches Gut nicht durchgehend vorhanden ist)
  • Bau eines Radweges auf der ehemaligen Trasse der Florianerbahn in Absprache mit der Gemeinde St. Florian (Planung abgeschlossen; Vorprojekt zur Kostenermittlung 2019; angestrebte Realisierung 2021 – hängt auch vom verfügbaren Budget ab)
  • Viele neue Radabstellplätze wurden bereits geschaffen und werden laufend neu errichtet (laufende Umsetzung)
  • Neue attraktive Donauquerungen werden gebaut (Bypass Brücken, Neue Donaubrücke: Verfügbarkeit ab März 2020 bzw. Herbst 2020)
  • Ausbau von neuen Radwegen zur besseren Anbindung des Industrieviertels und der KUK werden auf der ehemaligen Bahntrasse nahe der Tabakfabrik realisiert (2018 Ast Richtung Posthof, 2019 Ast Richtung Derflingerstraße)
  • Ausbau der Industriezeile inklusive neuer Radwege (2020)
  • Zahlreiche gemeldete Radlücken wurden und werden, wenn technisch möglich, geschlossen. (davon fast die Hälfte der durch die OÖ. Radlobby gemeldeten Lücken)
  • An der Errichtung eines provisorischen Radweges entlang der Waldeggstraße wird gemeinsam mit dem Land OÖ gearbeitet (Umsetzung 2019 angestrebt, Planung ist jedenfalls nahezu fertig)
  • uvm.

„Mit der Umsetzung vieler Projekte wird bereits 2018 begonnen. Die Liste der Radprojekte wird nun Schritt für Schritt abgearbeitet und natürlich auch mit weiteren Projekten erweitert“, verspricht Hein: „Wir werden alles daransetzen, dass wir jedes dieser Projekte so rasch wie möglich in den Budgetvoranschlägen berücksichtigen – einfach wird dieses Unterfangen allerdings nicht, denn die geplanten Investitionen machen einen zweistelligen Millionen Betrag aus!“