Bereits in der ersten Arbeitssitzung des Gemeinderats wurde der Auftrag zur Planung erteilt

HeinVerwundert zeigt sich Infrastrukturstadtrat Markus Hein über eine Presseaussendung der Wirtschaftskammer mit dem Titel „Süßes und Saures“ durch Bezirksstellenobmann Klaus Schobesberger. „Schobesberger kritisiert unter anderem in seiner Aussendung, dass seit der Volksbefragung zur Eisenbahnbrücke im September fünf Monate verstrichen sind, erst jetzt mit den Bewilligungsverfahren gestartet wird und dass es nur sehr grobe Zeitpläne für die Abbruch- und Neubauabwicklung gibt“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturstadtrat Markus Hein.

Auch ein Bezirksstellenobmann der Wirtschaftskammer sollte wissen, dass die neue Stadtregierung erst am 12. November 2015 angelobt wurde, erklärt Hein weiters: „Ich habe sofort die Arbeit nach meiner Angelobung aufgenommen. Bereits in der ersten Sitzung nach der Konstituierung des neuen Gemeinderates wurden die Planungsarbeiten an der neuen Donaubrücke durch einen notwendigen Beschluss im Gemeinderat in Auftrag gegeben.“ Ein früheres Handeln war nicht möglich, denn niemand wusste zum damaligen Zeitpunkt, wie die Bürgerbefragung zur Eisenbahnbrücke letztlich enden würde.

Auch der Vergleich – Zitat Schobesbergers: „Das wäre so, wie wenn man als Unternehmen ein Betriebsgebäude abreißt, ohne dass eine Bewilligung für den Neubau vorliegt und dann auf ungewisse Zeit die Produktion stillsteht.“ – hinkt gewaltig, denn kein Unternehmen wird sich bei einem Neubau im Vorfeld einer Bürgerbefragung stellen oder sich in einem Gremium (in diesem Fall im Gemeinderat) politische Mehrheiten beschaffen müssen. „Gerade von einer Organisation, die durch Zwangsmitgliedsbeiträge genährt wird, sollte sich jedes Mitglied statt billiger Parteipolitik mehr Seriosität und Professionalität erwarten können“, fordert Hein abschließend.