Hein: Wie soll der dynamisch wachsende Stadtteil Pichling in zwanzig Jahren aussehen?

Städtebauliche Kommission erarbeitet Vorgaben für den Linzer Süden

Bei der kommenden Sitzung der städtebaulichen Kommission am 24.2 und 25.2.2020 geht es diesmal nicht um ein größeres Bauvorhaben mit städtebaulicher Auswirkung, sondern um die Anforderungen für die mittel- bis langfristige Entwicklung von Pichling. „Der sehr dynamisch wachsende Stadtteil im Linzer Süden, in dem noch viele Baulandreserven im örtlichen Entwicklungskonzept (ÖEK) ausgewiesen sind, wird nun genauer unter die Lupe genommen“, berichtet Planungsreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Die Wohnbebauungen orientieren sich zwar am 2013 beschlossenen örtlichen Entwicklungskonzept, doch die sehr hohe Dynamik in diesem Stadtteil war damals noch nicht absehbar.“

Die städtebauliche Kommission wird sich kommende Woche mit einigen Fragestellungen beschäftigen – u.a. „Wie soll der Stadtteil Pichling in 20 Jahren aussehen?“ und Welche städtebaulichen Vorgaben oder Kooperationen braucht es, um dieses Ziel zu erreichen?“ Dazu soll ein langfristiges Zukunftsbild und entsprechende Zielbestimmungen erarbeitet werden.  „Schlussendlich geht es aber auch darum, welche Maßnahmen für diese Entwicklung vorzusehen sind. Wir brauchen genaue Vorstellungen der städtischen Leitlinien in den maßgeblichen Bereichen, insbesondere aber die notwendigen infrastrukturellen Rahmenbedingungen!“, erklärt Hein weiter.

Die städtebauliche Kommission wurde durch Vizebürgermeister Markus Hein im letzten Jahr aus der Taufe gehoben, um städtische Vorgaben für Bauvorhaben, die größere städtebauliche Auswirkungen auf die Stadt haben, zu erarbeiten. „Mit diesem Instrument können wir nun endlich auch rasch auf dynamische Änderungen in der Stadt reagieren. Das ÖEK ist dafür viel zu starr. Es reicht nicht, wenn wir vorgesehene Baulandreserven des ÖEK aktivieren. Wir müssen im Entwicklungsprozess – wenn auch die rechtlichen Rahmenbedingungen eng sind – aktiver eingreifen. Den Bewohnern ist eine klare Zukunftsperspektive zu gegeben. Die Stadt darf Grundbesitzern und Bauträgern nicht alleine die Stadtentwicklung überlassen. Wir müssen strengere Vorgaben definieren!“, verspricht Hein abschließend.