ÖVP soll Wahlkampf beenden – Baiers Rechenmodell ist irreführend und verunsichert lediglich die Linzer Bevölkerung

Hein„Die Linzer Eisenbahnbrücke ist seit Samstag für den gesamten Verkehr gesperrt. Den ersten Montagfrühverkehr mit gesperrter Eisenbahnbrücke haben die Linzer Autofahrer mit im Schnitt 10 bis 15 Minuten Zeitverlust jedoch ganz passabel überstanden“, berichtet der Linzer Infrastrukturstadtrat Markus Hein mit Bezug auf den ÖAMTC Oberösterreich. „Aufgrund dieser Sperre ist selbstverständlich mit einer erhöhten Verkehrsbelastung in Linz zu rechnen. Allerdings ist hierzu auch festzuhalten, dass lediglich sieben Prozent der Linzer Donauquerungen über die Eisenbahnbrücke erfolgten.“

„Auch wenn uns allen der Abschied von der Eisenbahnbrücke schwerfällt, sollte dieses ernste Thema nicht für billige politische Propaganda missbraucht werden. Es ist naheliegend, dass Vizebürgermeister Bernhard Baier – unter willfähriger Beteiligung schwarzer Organisationen – versucht Unruhe in der Linzer Bevölkerung zu stiften. Die jüngste Behauptung, dass der zu erwartende Stau theoretische Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro verursachen würde, entbehrt jedoch jeder sachlichen Grundlage. Das zitierte Berechnungsmodell erweckt den Anschein, dass keinerlei Verlagerungseffekte auf den öffentlichen Verkehr berücksichtigt wurden. Weiters lässt diese Studie auch die Einbindung der verkehrspolizeilichen Begleitmaßnahmen vermissen, die den Verkehrsfluss deutlich beschleunigen werden“, führt Hein zur beharrlichen und ungerechtfertigten Kritik Baiers aus.

„Fakt ist, dass die ÖVP-dominierte Landespolitik – auch unter dem damaligen Verkehrsreferenten Josef Pühringer – sämtliche Maßnahmen verschlafen hat, die den immer stärker werdenden Individualverkehr im Linzer Zentralraum verringern hätten können. Seit Jahrzehnten werden zwar P&R-Anlagen im Norden von Linz eingehend geprüft, der Mut und der politische Wille für eine Umsetzung waren bei den Schwarzen bisher allerdings nicht vorhanden. Genauso wurde der Ausbau eines S-Bahnsystems von der ÖVP immer wieder verhindert. Jetzt die Schuld alleine in der Stadtpolitik der letzten Monate zu suchen – ohne selbst sinnvolle Lösungsansätze zu präsentieren – ist durchschaubar und billig“, stellt Hein abschließend fest.