Hein: Ungenutzte Flächen für Betriebsansiedlung und -erweiterung in Linz vorhanden

Stellungnahme von Vbgm Markus Hein zur Aussendung des Wirtschaftsbundes betreffend „Betriebsansiedlungen“

Insbesondere der Linzer Süden hat viel Potential, das stärker genutzt werden muss

Die Flächen im Linzer Süden könnten bereits jetzt für Betriebsansiedlungen aktiviert und entsprechend bespielt werden. Ein im Gemeinderat beschlossenes und längst überfälliges Betriebsansiedlungskonzept blieb der Wirtschaftsreferent Vizebürgermeister Bernhard Baier aber leider bisher schuldig. „Raumordnungsrechtlich haben wir alle notwendigen Daten erhoben und Fakten für diesen Bereich geschaffen. Es liegt jetzt an Herrn Baier, das aufgezeigte Potential zu nutzen. Eine bessere Aufteilung von Arbeitsplätzen und Betrieben über das Stadtgebiet macht auch aus Umwelt- und Klimagründen Sinn, weil dadurch Verkehrswege maßgeblich reduziert werden. Die Behauptung, dass es kaum mehr Flächen für Betriebsansiedelungen und -erweiterungen in Linz gäbe, ist eine überzogene Darstellung“, erklärt Infrastrukturreferent Markus Hein.


Allein in Ebelsberg und Pichling leben heute ca. 20.000 Menschen in beinahe 10.000 Wohnungen. Ca. die Hälfte davon ist erwerbstätig. Durch diverse Bauprojekte (ehem. Kasernenareal; Wohnungsbauten in Pichling; etc.) wird die Bevölkerung und die Anzahl der Wohnbauten im Linzer Süden in absehbarer Zeit nochmals deutlich ansteigen. „Laut einer Arbeitsplatzstudie von 2018 sind in diesem Bereich aber nur ca. 3.000 Arbeitsplätze vorhanden. Bereits jetzt müssen deshalb zahlreiche Bewohner in den Hafen und ins Linzer Industrieviertel pendeln – Tendenz stark steigend“, erklärt Hein weiter: „Dabei sind noch genügend Flächen für Betriebsansiedlungen und –erweiterungen im Linzer Süden vorhanden. Durch eine stärkere Aktivierung des betrieblichen Erweiterungsgebiets beim Südpark könnten Wohnen und Arbeit längst stärker zusammenrücken. Was ich hier aber vermisse, ist eine entsprechende Initiative des Linzer Wirtschaftsreferenten.“

Aus der oben erwähnten Studie geht klar hervor, dass in Ebelsberg bereits jetzt mindestens 3.500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Durch den Infrastrukturreferenten wird überdies mit dem örtlichen Entwicklungskonzept darauf geachtet, dass Betriebsansiedlungen gegenüber dem reinen Wohnraum den Vorrang bekommen. So etwa auch östlich des Südparks, wo Wohn- auf Betriebsbaufunktionen geändert wurden. „Mit dieser Maßnahme wollen wir verhindern, dass auch auf diesen Flächen neues Wohnen entsteht. Aus städtischer Sicht ist es notwendig, den Betriebspark Süd nicht nur zu erhalten, sondern auch zu erweitern“, erklärt Hein abschließend.