Fertige Planungen zur Umkehrschleife „Lindbauer“ wurden bereits im Sommer 2015 vorgestellt

HeinDie späte Kritik an der Umkehrschleife „Lindbauer“ seitens der grünen Gemeinderatsfraktion kommt für den Linzer Infrastrukturstadtrat Markus Hein überraschend und viel zu spät. Bereits im Sommer 2015 wurde das fertig geplante Projekt den Linzer Gemeinderäten im Verkehrsausschuss und in der Folge in einer Pressekonferenz am 11. August 2015 auch der Öffentlichkeit vorgestellt. Hein zeigt sich zu Recht verwundert: „Warum die jetzigen Kritiker nicht schon damals reagiert haben, ist für mich nicht nachvollziehbar. Gegenwärtig, wo alles schon kurz vor der Umsetzung steht und auch die Schienen bereits bestellt wurden, ist es ein wenig spät!“

Der Versuch, dieses Projekt mittel Dringlichkeitsantrag zu stoppen – wobei angebliche Baumschutzpläne vorgeschoben werden – käme einem Schildbürgerstreich gleich. Es ist ein weiterer Beweis der verantwortungslosen und realitätsfremden Politik der Linzer Grünen. „Immer wieder wird gefordert, dass der öffentliche Verkehrs auszubauen sei, wenn es aber dem politischen Kleingeld nützt, wird nicht davor zurückgeschreckt, ein schon sehr weit fortgeschrittenes Projekt zu stoppen – koste es, was es wolle.“

„Selbstverständlich ist der Linzer Baumbestand allen nachhaltig Denkenden sehr wichtig, daher werden auch neue Bäume ersatzweise gepflanzt. Die Bäume weichen aber nicht, so wie behauptet, ausschließlich einer temporären Umkehrschleife, sondern (auch) einem zukünftigen Bus- und Straßenbahnverkehrsknotenpunkt in Urfahr. Die dortigen Bäume würden also – auch ohne die Umkehrschleife – jedenfalls entfernt werden müssen. Angesichts der prekären Linzer Verkehrssituation muss – bei einer wertenden Gesamtschau – die Entscheidung zu Gunsten des Ausbaus des öffentlichen Verkehrs getroffen werden. Wir werden dem Ansinnen der Grünen im heutigen Gemeinderat nicht unsere Zustimmung geben“, so Hein abschließend.