Hein: Umfangreiche Begrünungsmaßnahmen im Bauland sollen verbindlich werden

Mittels Ediktalverfahren (alle Bebauungspläne) soll Umsetzung flächendeckend erfolgen

„Maßnahmen wie beispielsweise Dachbegrünungen, Begrünung der Fassaden und Baumpflanzungen sind die wirksamsten und vernünftigsten Mittel gegen städtische Hitze-Inseln! In Bebauungsplänen können wir diese Maßnahmen nachschärfen und verbindlich einfordern“, erklärt Planungsreferent Markus Hein: „Mit intensiven Begrünungsmaßnahmen wirken wir nicht nur Hitze-Inseln entgegen, wir schaffen Wohlfühlzonen und reinigen damit auch die Luft!“

Nach den Plänen von Hein soll es in Linz keine Flachdächer über 100 m², deren Vegetationsschicht unter 15 cm Mindeststärke aufweist, geben. Aber nicht nur bei der Dachbegrünung soll es zu Nachschärfungen kommen. Bei Tiefgaragen soll zukünftig die Vegetationsschicht eine Mindeststärke von 50 cm aufweisen. Stützmauern sind flächendeckend dauerhaft zu begrünen. Auf Bauplätzen sind Bäume, die im ausgewachsenen Zustand eine Krone von mindestens 8 m aufweisen, zu pflanzen. Für den ruhenden Verkehr gilt zukünftig, dass nach jedem 5ten Kfz-Abstellplatz ebenfalls Bäume mit einer Mindestgröße von 8 m gepflanzt werden müssen. Zudem muss den Bäumen genügend Grünraum geboten werden.

„Diese Maßnahmen sollen über alle ca. 1000 Linzer Bebauungspläne mittels Ediktalverfahren durchgesetzt werden, damit für alle die gleichen Regeln gelten und zeitnah in Rechtswirksamkeit erwachsen“, erklärt Hein: „Würden wir diese Maßnahmen nur bei neuen oder bei zu überarbeitenden Bebauungspläne einarbeiten, würde es Jahrzehnte dauern, bis diese Maßnahmen flächendeckend verbindlich werden würden. Das Ediktalverfahren, das Änderungen über sämtliche Bebauungspläne erlaubt, bietet sich dafür an!“ Die Einleitung des Verfahrens hat Hein bereits in Auftrag gegeben. Im Laufe des nächsten Jahres sollen die konkreten Maßnahmen dem Ausschuss und Gemeinderat zu Beschlussfassung vorgelegt werden.