Hein: Sehr überschaubare Erfolgsgeschichte der Grünen im Linzer Radverkehr

Trotz jahrelanger Regierungsbeteiligung keine nennenswerten Verbesserungen

„12 Jahre hätten die Grünen Zeit gehabt, etwas für die Radfahrer in Linz zu bewegen – sechs Jahre davon sogar mit einem eigenen Stadtrat in unserer Landeshauptstadt. Nachdem sie für dieses Ressort nicht mehr zuständig sind, haben sie die Liebe zum Rad neu entdeckt und fordern eine Radoffensive. Wo war diese Offensive während ihrer Regierungsbeteiligungen“, zeigt sich der freiheitliche Infrastrukturstadtrat Markus Hein sehr verwundert: „Tatsächlich gibt es kein einziges Projekt, das von den Grünen nicht auch selbst erledigt werden hätte können. Sowohl auf Stadt- als auch auf Landesebene hätten sie lange genug Zeit gehabt, um hier entsprechend tätig zu werden. Auch die angeblichen grünen ‚Lücken‘ im Linzer Radwegenetz halten Großteils einer objektiven, fachlichen Prüfung nicht stand.“

Betrachten wir den unglücklichen Verlauf der Linzer Fahrradpolitik unter grüner Verantwortung anhand einiger Beispiele. Für eine Verbesserung der Problemstelle Nibelungenbrücke hatten die Grünen in den vergangenen Perioden ausreichend Zeit – umgesetzt wurde nichts. Ebenso hinsichtlich der Verbesserung bei anderen Donauquerungen wurden von den Grünen zwar Absichten bekundet, aber nichts realisiert. Bei der Umsetzung von Radwegen in der Industriezeile, nach Wilhering oder bei der Westeinfahrt in die Waldeggstraße hielt sich das grüne Engagement in Grenzen und passiert ist wiederum nichts.

Nicht einmal eine bessere Anbindung des Mühlkreisbahnhofs oder einen Ausbau der dortigen Bike&Rideanlage konnten sie lösen. Ganz zu schweigen von einer echten Verbesserung der Verkehrssituation für Radfahrer im Bereich des Hinsenkampplatzes – wie auch bei anderen Radlücken fehlte hier der Mut, auch nur wenige Parkplätze zu opfern.

Bei der Umsetzung von Radhauptrouten – im Speziellen die Strecken von Gallneukirchen, St. Georgen/Gusen, Enns, St. Florian, Marchtrenk/Traun, Pasching/Leonding, Wilhering, Ottensheim und Haselgraben – bleiben die Grünen erfolglos. Dies ganz ohne Rekordschuldenstand, kostenintensive Infrastrukturprojekte und Landesschuldenbremse.

Für Radprojekte sind selbstverständlich entsprechende Budgets aufzustellen. Lediglich in einer Dauerschleife die Erhöhung des Budgets (ohne konkrete Projekte dahinter) zu fordern, ist aber zu wenig. Es darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass oftmals auch Platz- und Eigentumsverhältnisse Radprojekte verzögern oder sogar verhindern können.

Unter Stadtrat Hein wird derzeit intensiv an konkreten Projekten, die auch in aktuellen und zukünftigen Budgetvorschlägen Deckung finden, gearbeitet. Hier nur ein kleiner Auszug der laufenden Radprojekte:

• Bessere Anbindung des Mühlkreisbahnhofs an das Linzer Radnetz
• Ausbau der Bike&Ride-Anlage am Mühlkreisbahnhof – Verträge sind bereits unterzeichnet
• Realisierung eines Nord/Süd-Radhighways im Osten von Linz
• Bau eines Radweges auf der ehemaligen Trasse der Florianer Bahn in Absprache mit der Gemeinde St. Florian
• Viele neue Radabstellplätze wurden bereits geschaffen und werden laufend neu errichtet
• Neue attraktive Donauquerungen werden gebaut (Neue Donaubrücke, Bypass Brücken)
• Ausbau von neuen Radwegen zur besseren Anbindung des Industrieviertels und der KUK werden auf der ehemaligen Bahntrasse nahe der Tabakfabrik realisiert
• Ausbau der Industriezeile inklusive neuer Radwege
• Zahlreiche von der Radlobby OÖ gemeldete Radlücken wurden bereits zu Lasten des ruhenden Verkehrs geschlossen
• An der Errichtung eines provisorischen Radweges entlang der Waldeggstraße wird gemeinsam mit dem Land OÖ gearbeitet.
• uvm.

„Selbstverständlich sind die Grünen eingeladen, an konkreten Projekten konstruktiv mitzuarbeiten. Ständig nur pauschale Geldforderungen zu stellen, ist aber zu wenig“, erklärt Hein abschließend.