Hein: Repräsentative Studie könnte Klarheit über die Corona-Dunkelziffer schaffen

Wir können von Island lernen, wie dem Virus effektiv zu begegnen ist

Die Bundesregierung hat zugesagt, dass die Coronatestungen in Österreich sukzessive ausgeweitet werden. Die Teststrategie soll sich aber nicht im Wesentlichen ändern. Doch nur Verdachtsfälle alleine zu testen, wird nicht ausreichen.  „Solange wir nur jene testen, die bereits Symptome haben oder mit Coronakranken in Kontakt waren, bekommen wir keine zuverlässige Datenlage. Gegenmaßnahmen werden de facto im Blindflug getroffen – das ist nicht effektiv! Dieses Vorgehen erlaubt es uns nämlich nicht, Rückschlüsse auf die tatsächliche Durchseuchungsrate der Bevölkerung zu ziehen und darauf abgestimmte Entscheidungen zu treffen!“, erklärt der freiheitliche Vizebürgermeister Markus Hein.

Um das Problem der Corona-Dunkelziffer in den Griff zu bekommen, führt zum Beispiel Island, das weltweit als Musterschüler im Kampf gegen das Virus gilt, repräsentative Studien durch. Ähnlich einer Meinungsumfrage, die eine repräsentative Stichprobe ist, können mit der Testung zufällig ausgewählter Menschen valide Aussagen über die Ausbreitung der Seuche in Österreich getroffen werden. „Die Linzerinnen und Linzer wollen endlich Klarheit über die Ausbreitung des Coronavirus in unserer Landeshauptstadt. Wenn die Bundesregierung in diesem Zusammenhang nicht handeln will oder kann, dann sollten wir zumindest selbst die Teststrategie für die Landeshauptstadt Linz überdenken und durchaus selbst Stichprobentests durchführen. Stichprobentests bringen Licht ins Dunkle, so können wir sichergehen, ob die bisherigen Gegenmaßnahmen ausreichen, oder ob diese zu adaptieren sind. Die Zeit drängt, wir sollten endlich für Klarheit sorgen!“, so Hein abschließend.