Hein: Rechnungshofkritik an unterirdischer Trassenführung zur zweiten Schienenachse

Wirtschaftlichkeit kann nicht einziges Kriterium sein

Erstmals in der Geschichte prüft nun der Rechnungshof eines der wichtigsten Verkehrsprojekte im Großraum Linz. Das hat es weder bei der Straßenbahnverlängerung in Gmunden, noch sonst wo gegeben, ist Hein bekannt: „Die Aufgaben des Rechnungshofes sind wichtig, aber für verkehrstechnische Fragen kann die Wirtschaftlichkeit kein ausschließliches Kriterium sein!“

In der Vergangenheit fielen bereits viele Verkehrsprojekte den sogenannten Wirtschaftlichkeits- oder Sparaspekten zum Opfer. Diese „Schmalspurprojekte“ wie beispielsweise der Mona Lisa Tunnel und die Bereiche der Umfahrung Ebelsberg rächen sich heute bereits nach wenigen Jahren bitter. Hein weist die Kritik an der unterirdischen Tassenführung aufs Schärfste zurück: „Ja, es ist klar, dass die unterirdische Führung mehr kostet. Aber entlang der Gruberstraße haben wir eine Kette an Kreuzungen, an denen an Werkstagen bis zu 46.000 Kraftfahrzeuge abgewickelt werden. Dazu kommt auch noch der sehr starke Fuß- und Radverkehr in den besagten Kreuzungsbereichen.“

„Eine oberirdische Führung würde nach Berechnungen der Experten nicht nur den Individualverkehr zum Erliegen bringen, sondern auch den gesamten busbetriebenen öffentlichen Verkehr. Und das nicht nur in der Gruberstraße, sondern auch in allen wichtigen Ost-West-Querverbindungen! Eines ist aber jetzt schon klar, dass dieser Bericht mit großer Wahrscheinlichkeit die Realisierung der zweiten Schienenachse erheblich verzögern wird!“, mahnt Hein abschließend.