Hein: Radverkehr über Nibelungenbrücke blieb im Lockdown sehr stabil

Trotz weniger Verkehr waren nur 8.500 Radler weniger als im Vorjahreszeitraum unterwegs

Im ersten Halbjahr 2020 blieb die Anzahl der Radfahrer auf der Nibelungenbrücke trotz Lockdown stabil. Im Vorjahr zählte die Zählstation sagenhafte 332.703 Radfahrten über die Brücke. Heuer, im Krisenjahr, waren es im ersten Halbjahr immerhin 324.119, freut sich Verkehrsreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Anhand der Auswertung ist zu erkennen, dass das Fahrrad auch in Krisenzeiten eine verlässliche Komponente ist. Während die Nutzung anderer Verkehrsmittel um bis zu 30% zurückging, konnten die Radfahrer gegenüber dem letztjährigen Höchststand gut aufschließen.“

Der Anstieg beim Radfahren ist über die Jahre hinweg deutlich und dauerhaft. Das zeigt die seit 2013 geführte Statistik. „Dass wir heuer im ersten Halbjahr einen kleinen Rückgang (weniger als 3 Prozent) hatten, ist ausschließlich der Krise geschuldet. Viele Menschen waren im Home-Office oder freigestellt. Auch die Schulen und Universitäten hatten über mehrere Wochen geschlossen. In den beiden Anfangsmonaten registrierte die Zählstation noch ein Plus von knapp 21.400 Radüberfahrten. Seit Beginn der Corona-Krise (bis auf eine kleine Ausnahme) waren alle Monate deutlich im Minus. In den Krisenmonaten wurden insgesamt knapp 30.000 Radfahrten weniger gezählt.“

Für die Statistik sind die Ergebnisse der Radzählstation wesentlich aussagekräftiger als der oft propagierte Radfahranteil des Modal-Splits, der das letzte Mal 2012 erhoben wurde. „Ich bin mir sicher, dass sich diese veraltete Zahl längst überholt hat. Alleine von 2013 bis 2019 sind die Radfahrten über die Nibelungenbrücke um mehr als 60% angestiegen“, erklärt Hein. So bleibt es spannend, wie der neue Modal-Split, der aber erst wieder 2022 ermittelt wird, tatsächlich in Linz aussehen wird. „Mit dem neuen Fahrradverleihsystem, das sich leider wegen der Krise ein weinig verzögern wird und dem weiteren Ausbau unserer Radinfrastruktur, wird sich dieser Trend ganz sicher fortsetzen!“, so Hein abschließend.