Hein: Radinfrastruktur – im Durchschnitt wurden 700.000 Euro jährlich in Ausbau investiert

Investitionsvolumen ist in Linz nicht weit von der geforderten Million entfernt

„Das ‚Radbudget‘ wird regelmäßig von Kritikern angegriffen. Beklagt wird vor allem, dass angeblich zu wenig Geld aufgewendet werde. Leider konzentrieren sich aber diese Kritiker, obwohl sie es mittlerweile besser wissen müssten, nur auf einen einzigen Budgetbereich. In einer Gesamtbetrachtung schaut das natürlich ganz anders aus. Es werden auch Maßnahmen, die zur Verbesserung der Radinfrastruktur dienen, nicht nur über das Rad- und Gehwebbudget abgerechnet, sondern auch über andere Budgetpositionen“, erklärt Vizebürgermeister Markus Hein: „Eine ÖVP-Anfrage an mich sollte diese Kritik wohl bestätigen. Bei meiner sehr umfangreichen Beantwortung kam aber ein ganz anderes Bild zum Vorschein. Die Stadt investierte in den letzten Jahren durchschnittlich ca. 700.000 Euro jährlich in den Ausbau der Radinfrastruktur!“

„Im Zeitraum 2016-2019 wurden über das Rad- und Gehwegbudget ca. 1.048.000 Euro abgerechnet. Für die Verbesserung der Radinfrastruktur werden aber auch über andere Budgetpositionen – weil sie z. B. Teil eines Gesamtprojektes sind – Kosten abgerechnet. So wurden im selben Zeitraum zusätzlich noch einmal ca. 1.747.000 Euro für Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur aufgewendet“, berichtet Hein: „Wir haben somit tatsächlich ca. 2,8 Mio. Euro in die Verbesserung der Radinfrastruktur investiert. Das ist wesentlich mehr als von Kritikern gerne behauptet wird und nicht weit weg von der jährlich geforderten 1 Mio. Euro.“

„In dieser Kostenaufstellung sind aber noch nicht alle Investitionen zur Verbesserung der Radinfrastruktur enthalten. Werden die Kosten für die großzügigen Rad- und Gehwege auf der Neuen Donaubrücke Linz und den Bypass-Brücken dazugerechnet, käme die Stadt wohl weit über die geforderte 1 Mio. Euro“, rechnet Hein vor: „Leider wird dies gerne übersehen, aber auch die Radwege auf den Brücken gehören zur Rad- und Gehweginfrastruktur.“ Auf die Frage, warum nicht jährlich die gleiche Summe ausgegeben wird, antwortet Hein: „Eine gleichmäßige Verteilung der Kosten ist oft schwierig, weil sich bei vielen Projekten die Abrechnung in ein anderes Jahr verschieben kann. Oft sind aber auch fehlende Eigentumsverhältnisse oder Verzögerungen in der Detailplanung die Ursache.“