Hein: ÖVP-Klubobmann Hajart torpediert neue Linzer O-Buslinie

Baier-ÖVP sollte Menschen nicht für dumm verkaufen – indem sie angebliche „Unwissenheit“ vorgaukelt

Die Schaffung einer leistungsfähigen zweiten Schienenachse durch Linz ist unbestreitbar ein gemeinsames Ziel von Land Oberösterreich und Stadt Linz. In welcher Form diese Achse schlussendlich verwirklicht wird, hängt von den finanziellen Möglichkeiten ab und ist gerade Verhandlungsgegenstand zwischen beiden Gebietskörperschaften. Dass sich jetzt der ÖVP-Landespolitiker und Stadtpartei-Klubobmann Martin Hajart scheinbar „unwissend“ in die Diskussion einschaltet, ist ein durchschaubares Spiel der Baier-ÖVP. „Wir sind mit dem Land auf einem guten Weg, einen gemeinsamen Projektauftrag fertigzustellen, der auch von den beiden zuständigen Finanzreferenten mitgetragen werden soll. Auf Störfeuer des ÖVP-Klubobmanns Martin Hajart in der eigenen ÖVP-Parteizeitung können wir dabei gerne verzichten“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturreferent Markus Hein.

„Es ist schlicht und ergreifend falsch, wenn Hajart behauptet, man wolle eine O-Buslinie ausschließlich als Übergangslösung schaffen. Vielmehr richtig ist, dass derzeit ein leistungsfähiger Buskorridor zwischen Urfahr und dem Franckviertel geprüft wird. Diese Idee ist im Übrigen auch für Hajarts Parteikollegen Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrat Markus Achleitner keine Überraschung. Beide Landesregierungsmitglieder sind schließlich selbst Teil der politischen Steuerungsgruppe des Projekts. Mit der neuen Linie sollen die spezifisch innerstädtischen Verkehrsbedürfnisse, die eine etwaige Stadtbahn nicht abdecken kann, berücksichtigt werden“, führt Hein weiter aus.

„Das Verhalten von Hajart lässt hier nur zwei Schlüsse zu. Entweder hat er keine Ahnung von der Materie oder ihm ist das FPÖ-Bashing wichtiger als eine tragfähige ÖV-Lösung in Linz. In beiden Fällen disqualifiziert er sich als Politiker und zeigt, dass er abermals gegen die Interessen der Stadt agiert“, so Hein abschließend.