HeinMit dem Neubau der Donauquerung und der Errichtung einer neuen Schienenachse sind selbstverständlich auch entsprechende Umbaumaßnahmen am Linzer Schienennetz notwendig geworden. Eine wichtige Veränderung stellt die leistungsstarke Umkehrschleife in der Ferihumerstraße dar, mit der die Kapazitäten der Linzer Straßenbahn maßgeblich erhöht werden können.

Als Grundlage für die Planung dient eine Studie des ÖIR (Österreichisches Institut für Raumplanung), in der die Auswirkungen einer Sperre der Eisenbahnbrücke auf den öffentlichen Verkehr und den motorisierten Individualverkehr untersucht wurden. Mit der Errichtung der Straßenbahnumkehrschleife „Lindbauer“ und der neuen Haltestelle „Ferihumerstraße“ wird vor allem das Fahrgastangebot in der Hauptverkehrszeit am Morgen ausgebaut. Durch die Kurzführung von Fahrten in der Morgenspitze zwischen 7.00 und 8.00 Uhr werden neun Fahrten zusätzlich (+2016 Plätze) angeboten.

Der Vorschlag, anstelle der Umkehrschleife „Lindbauer“ die Umkehrschleife „Sonnensteinstraße“ zu verwenden, würde den gewünschten Beschleunigungseffekt nicht erzielen. Das ständige Ein- und Ausfahren der Straßenbahngarnituren (40 m Länge) in die Umkehrschleife „Sonnensteinstraße“ würde den Autoverkehr – in der ohnehin schon stark belasteten Ferihumerstraße – und auch den öffentlichen Verkehr zusätzlich behindern.

„Auch dem alternativen Plan, der eine Verkleinerung dieser Umkehrschleife vorsieht, sodass weniger Bäume geopfert werden müssten, kann aus mehreren Gründen nicht entsprochen werden. Es wurden beispielsweise bereits negative Erfahrungen mit zu klein dimensionierten Kurvenführungen bei ähnlichen Umkehrschleifen gemacht. Insbesondere führen zu enge Kurvenradien zu erhöhten Lärmbelästigungen“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturstadtrat Markus Hein abschließend.

Zu dieser Thematik findet ein Informationsabend für Anrainer am 16. März 2016, um 18 Uhr im Gasthaus Lindbauer statt.