Hein: Nach A7-Bypassbrücken wird auch sekundäres Straßennetz ertüchtigt

Ruhender Verkehr soll in der Hafenstraße dem öffentlichen bzw. fließenden Verkehr weichen

Um das gesamte Potential der neuen Bypassbrücken ausnützen zu können, muss natürlich auch im Bereich der VOEST-Brücke das sekundäre Straßennetz ertüchtigt werden. Gemeinsam mit der ASFINAG, dem Land Oberösterreich und der Stadt Linz wird der A7-Zubringer in der Leonfelderstraße ausgebaut. „Dieses Projekt wurde bereits mehrheitlich im Gemeinderat beschlossen“, berichtet der zuständige Infrastrukturreferent Vbgm. Markus Hein: „Wir wollen mit diesem Projekt ein zu erwartendes neues Nadelöhr von vornherein nicht zulassen. Es ist sehr erfreulich, dass wir dieses Projekt gemeinsam umsetzen können!“

Aber wie sieht es auf der anderen Seite der VOEST-Brücke aus? „Für einen Kreisverkehr gab es schon konkrete Untersuchungen. Bei diesen Prüfungen hat sich aber gezeigt, dass ein Kreisverkehr relativ rasch an seine Kapazitätsgrenze kommen würde und hier sogar konterproduktiv wäre“, erklärt Hein: „Die Hafenstraßen selbst ist sehr dicht bis zu den Grenzen des öffentlichen Gutes verbaut. Die einzige sinnvolle Möglichkeit wäre, den ruhenden Verkehr – also die parkenden Autos – zu verbannen und beidseitig die Parkstreifen in eine zusätzliche Fahrspur umzuwandeln. Der Auftrag für entsprechende Untersuchungen wurden bereits an die zuständige Fachabteilung erteilt!“

Bei diesen Untersuchungen soll aber auch geprüft werden, ob diese zusätzliche Fahrspur nicht auch als Bus- und LKW-Spur besser geeignet wäre. Denn mit einer durchgängigen Bus-/LKW-Spur von der Hafenstraße bis tief in die Industriezeile hinein – diese wird im kommenden Jahr vierspurig ausgebaut – könnte eine deutliche ÖV-Beschleunigung und damit Attraktivierung einhergehen. Mit dem Bau des neuen Parkhauses im Hafen wird es zudem auch Alternativen für den ruhenden Verkehr geben. Dadurch ist das verkehrspolitisches Ziel klar: „Der öffentliche bzw. der fließende Verkehr muss gegenüber dem ruhenden Verkehr zukünftig in der Hafenstraße Vorrang haben. Nur so kann unser Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig bleiben!“, begründet Hein diese geplanten Maßnahmen.